• Ittrich: „Ich war lauter und emotionaler, aber habe ihn nicht beleidigt – kann man auch hören über Funk“
  • Labbadia über den Videobeweis: „Werden immer wieder diskutieren können“
  • Bobic über Entstehung des 2:0: „Ich würde zugeben, wäre es eine unfaire Aktion gewesen“
  • Calmund besänftigt: „Fußball ist ein körperbetonter Sport – da fällt schon mal einer auf die Schnauze“

    Unterföhring, 25. August 2018 - Die wichtigsten Stimmen zu den Samstagnachmittagspartien des 1. Spieltages der Fußball-Bundesliga bei Sky.

    Bruno Labbadia (Trainer VfL Wolfsburg) ...
    ... zum Spiel:
    „Die Mannschaft hat die Dinge, die wir uns vorgenommen haben, komplett umgesetzt. Natürlich haben wir Schalke unter die Lupe genommen und wir wussten, wie sie aufbauen wollen. Da haben wir sie gut gestört. Den Mut hat die Mannschaft sich in der Vorbereitung erarbeitet. Für uns heute war es enorm wichtig so zurückzukommen.“
    ... zum umstrittenen Einsatz des Videobeweises: „Trotz des Videoentscheids sind da trotzdem immer noch Menschen dahinter. Da werden wir immer wieder diskutieren können. Das einzige Problem, das wir haben, ist die Zeit, die dabei draufgeht.“

    Domenico Tedesco (Trainer FC Schalke 04) ...
    ... über sein Wortgefecht mit Schiedsrichter Ittrich:
    „Es war sehr einseitig, ich kam nicht so viel zu Wort. Ich habe dem vierten Offiziellen eine Frage gestellt, eine ganz normale Frage und dann wurde ich durchbeleidigt. Das heißt, dass das Gespräch aus meiner Sicht nicht sehr respektvoll war. Emotionen sind dabei – auch beim Schiedsrichter, daher ist alles okay.“

    Ralf Fährmann (Kapitän FC Schalke 04): „Es ist immer schwierig, wenn du dann mit einem Mann weniger spielst. Ich möchte keine Diskussion über den Schiedsrichter entfachen, aber ich glaube, da muss man nicht unbedingt Rot geben. So geht das dann einfach weiter, wenn viele Entscheidungen gegen uns laufen. Das ist sehr hart und zermürbend.“

    Mark Uth (FC Schalke 04): „Wie wir die zweite Halbzeit angegangen sind, war überragend. Da sieht man, was wir für einen Charakter haben. Dann sind es ganz viele unglückliche Entscheidungen gegen uns, die mich sehr, sehr nerven, weil wir dadurch das Spiel verlieren.“

    Patrick Ittrich (Schiedsrichter VfL Wolfsburg – FC Schalke 04) ...
    ... über sein Wortgefecht mit Tedesco:
    „Dieser emotionale Fußballsport ist in Deutschland so ausgeprägt und da verrutscht es dann mal. Das bin ich in dem Fall ein wenig und habe Herrn Tedesco nur versucht zu erklären, dass das ein schwieriges Spiel für mich heute ist und man nicht immer alles richtig machen kann. Ich habe versucht, auf ihn einzuwirken, das war ein bisschen lauter und emotionaler von meiner Seite, wenn er sich dadurch beleidigt gefühlt hat, mag mir das leid tun. Aber ich sehe es auch manchmal nicht ein, immer zurückzustecken. Da wollte ich ihm in aller Deutlichkeit klar machen, dass gewisse Verhaltensweisen nicht gehen. Das war mein Ansinnen. Da war ich ein bisschen strikt, aber am Ende haben wir uns am Mittelkreis nochmal ausgesprochen und ich denke, das Thema ist geklärt.“
    ... über den Vorwurf der Beleidigung von Tedesco: „Ich habe ihn nicht beleidigt. Man kann sonst auch alles hören über Funk. Ich habe ihn nicht „durchbeleidigt“, ich war ein bisschen lauter und emotionaler. Aber wenn er denkt, ich hätte ihn beleidigt, dann in aller Form: Entschuldigung.“

    Horst Heldt (Manager Hannover 96): „In der Live-Szene habe ich es nicht wahrgenommen, aber ich habe natürlich mitbekommen, dass das Tor noch überprüft wurde. Mit den Haaren war Pizarro noch dran, er hat zu lange Haare.“

    Theodor Gebre Selassie (SV Werder Bremen): „Wir wussten, dass das für uns kein einfaches Spiel wird. Dann waren wir hinten und wollten unbedingt wenigstens den Ausgleich machen. Das haben wir geschafft, aber trotzdem hatten wir mehr Chancen. Da müssen wir wirklich effektiver sein.“

    Pal Dardai (Trainer Hertha BSC): „Das ist schwierig zu sehen, aber deshalb ist es schön, dass es den Videoschiedsrichter gibt, denn danach kann man sich nicht beschweren. Ich habe nicht gesehen, was war. Ich akzeptiere das.“

    Georg Margreitter (1. FC Nürnberg) ...
    ... zum Foul an ihm vor dem Gegentor:
    „Ich habe das auch mit dem Schiedsrichter diskutiert. Er hat so argumentiert, dass nach dem Foul noch viel Zeit vergangen ist bis zum Tor. Das mag auch stimmen, aber nichtsdestotrotz ist in einer Sprintbewegung jede kleine Bewegung auch ein Foul. Es wird ja umgekehrt – wenn der Stürmer gefoult wird – auch immer gleich gepfiffen. Ich wäre froh gewesen um einen Pfiff.“

    Friedhelm Funkel (Trainer Fortuna Düsseldorf): „Wenn er sich diese Szene schon anschaut, dann darf er da kein Tor geben. Dann muss er Freistoß für uns geben, ganz klar. Wenn er sie sich nicht anschaut, müssen wir damit leben, aber dafür ist der Videoschiedsrichter im Keller.“

    Manuel Baum (Trainer FC Augsburg): „Wenn man sich die Körpersprache des Spielers anschaut: er bekommt vielleicht ein bisschen was ins Gesicht, reagiert gar nicht, rutscht aus, bleibt liegen und dann fällt ihm ein, er hat irgendwie eine Hand im Gesicht gehabt. Das ist absolut kein Foul, sonst muss man ja jedes Ding abpfeifen. Da gibt es für mich gar keine Diskussion.“

    André Hahn (Siegtorschütze FC Augsburg): „Es fühlt sich großartig an. Ich bin froh, dass ich wieder in Augsburg bin. Ich wurde super aufgenommen von den Mitspielern, dem Trainerteam und natürlich auch von den Fans. Ich bin froh, dass ich das so zurückzahlen kann.“

    Fredi Bobic (Manager Eintracht Frankfurt): „Wenn das vor dem 2:0 eine unfaire Aktion gewesen wäre, würde ich es zugeben. Die Aktion war absolut in Ordnung.“

    Nicolai Müller (Torschütze Eintracht Frankfurt) ...
    ... über sein Tor:
    „Klar, träumt man von sowas. Für mich war erst einmal wichtig, dass ich überhaupt wieder spiele von Anfang an. Mit so einem Tor, so einem Spiel, so einem Sieg: es geht nicht schöner. Ich hatte jetzt ein Jahr Zeit zu überlegen, was ich bei meinem nächsten Jubel mache, deswegen habe ich daran nicht mehr gedacht. Ich habe das Trikot von Timothy Chandler hochgehalten, weil der Junge eine OP hatte, er hat sich am Knie schwer verletzt und deswegen war das Tor auch für ihn.“
    ... über Trainer Hütter: „Es war für uns als Mannschaft enorm wichtig, aber auch für den Trainer. Das letzte Woche im DFB-Pokal darf uns nicht passieren, das wissen wir. Das haben wir auch aufgearbeitet, aber wir haben auch gesagt, jetzt fängt die Bundesliga und es geht für alle bei Null los.“

    Mike Frantz (Kapitän SC Freiburg): „Letztendlich kann man dann auch von Cleverness reden. So ist Frankfurt aufgetreten. Wahnsinn, wie viele Chancen wir vergeben und hinten passt es dann auch zum Spiel, mit der Vorgeschichte so ein Tor zu kassieren.“

    Sky Experte Reiner Calmund: „Wir müssen uns daran erinnern, dass Fußball ein köperbetonter Sport ist und wir müssen uns darauf besinnen, dass der Videoassistent grundsätzlich nur bei wirklich gravierenden Entscheidungen eingreift, wo es um Tor oder kein Tor und Platzverweise geht. Das ist jetzt schon seit einem Jahr klar. Fußball ist noch ein körperbetontes Spiel und da fällt schon mal einer auf die Schnauze.“


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