Dortmunds Kehl: „Austausch mit Matthias Sammer ist sehr produktiv“
  • Mainz-Trainer Schwarz über Joker Ujah: „Ich freue mich wirklich für ihn“
  • Leipzigs Coach Rangnick: „Kann bestätigen, dass wir Lookman gerne hätten“
  • Sky Experte Hamann über Witsels Transfer aus China: Liga, „die mehr Breitensport als Spitzensport ist“

    Unterföhring, 26. August 2018
    - Die wichtigsten Stimmen zu den Sonntagsspielen des 1. Spieltages der Fußball-Bundesliga, 1. FSV Mainz 05 vs. VfB Stuttgart (1:0) sowie Borussia Dortmund vs. RB Leipzig (4:1) bei Sky.

    Ralf Rangnick (Trainer RB Leipzig) ...
    ... zum Spiel:
    „Ich finde, dass wir in der ersten halben Stunde nahezu perfekt das Spiel gemacht haben und - abgesehen von den letzten zehn Minuten der ersten Hälfte und den ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit – das Spiel bestimmt haben. Aber wir haben leider wieder einmal bei Eingaben und Flanken nicht so gut verteidigt. Wir haben uns damit um den Lohn einer wie ich finde über weite Strecken richtig guten Leistung gebracht. Ich wüsste nicht, was ich an unserem Spiel in der ersten Halbzeit und auch über weite Strecken in der zweiten Halbzeit an unserem Spiel aussetzen könnte – außer, dass wir die Tore kassiert haben. Von der Spielanlage war ich sehr angenehm überrascht.“
    ... zum Videobeweis: „Es wäre hilfreich, wenn es eine einheitliche Linie gäbe. So ist das Ganze im Moment noch ein bisschen mühsam. Im Auftaktspiel würde die Mehrheit sagen, es war niemals Elfmeter und so sehen wir das wahrscheinlich alle, deshalb ist es schon unverständlich, dass Köln sich da nicht meldet. Ich bin überzeugt, wenn Herr Dankert sich die Szene angeschaut hätte, hätte er nicht auf Elfmeter entschieden.“
    ... über die kurze Regenerationsphase angesichts des Play-off-Hinspiels in Lugansk am Donnerstag (vor dem Spiel): „Mir wäre es auch lieber gewesen, wir hätten uns ganz normal vorbereiten können, aber es ist nicht so. Wir versuchen, das Beste daraus zu machen. Wir wollen möglichst in drei Wettbewerben eine gute Rolle spielen und jetzt geht’s los.“
    ... über die Neuzugänge (vor dem Spiel): „Das ist unser Weg. Wir wollen junge Spieler holen, die sich bei uns zu richtigen guten Spielern – auch zu Stars – entwickeln. Da passen unsere drei Neuzugänge optimal rein. Wir würden gerne auf zwei Positionen noch was machen, aber wir werden sehen, was diese Woche noch passiert. Ich kann bestätigen, dass wir Ademola Lookman vom FC Everton gerne hätten, aber über Zahlen oder was wir hinterlegt haben, reden wir nicht. .“

    Lucien Favre (Trainer Borussia Dortmund) ...
    ... über seine Eingewöhnungsphase (vor dem Spiel):
    „Peu à peu mache ich mir von den Spielern einen Eindruck – menschlich und spielerisch. Ich brauche noch ein wenig Zeit zu adaptieren. Bis jetzt läuft es gut, wir haben sehr gut trainiert.“

    Sebastian Kehl (Leiter Lizenzspielerabteilung Borussia Dortmund):
    ... über den Saisonstart:
    „Wir haben eine Menge Qualität und die müssen wir einfach abrufen. Ich glaube, dass ein paar Rädchen gerade ineinander finden. Der Trainer bringt einen klaren Plan mit. Insgesamt ist ein Aufbruch zu spüren. Hier in Dortmund ist noch einiges möglich, aber wir stehen erst am Anfang. Trotzdem war es wichtig, gut zu starten und Schwung aufzunehmen.“
    ... über seine neue Aufgabe beim BVB: „Das ist für mich jetzt auch eine komplett neue Rolle. Ich bin sehr eng an der Mannschaft, versuche viele Dinge täglich umzusetzen. Die Abgrenzung zu Michael Zorc ist über die Kaderplanung klar definiert, da ist er komplett verantwortlich. In allen anderen Teilbereichen stimmen wir uns sehr eng ab. Auch mit Matthias Sammer war es in den vergangenen Wochen ein sehr enger Austausch. Es sind glaube ich einige fruchtbare Entscheidungen getroffen worden, natürlich wird auch kontrovers diskutiert, aber er bringt seine Erfahrung mit und liefert einen Impuls. Am Ende treffen Hans-Joachim Watzke, Michael Zorc und ich im operativen Geschäft die Entscheidungen, aber der Austausch ist im Moment sehr produktiv.“

    Axel Witsel (Torschütze Borussia Dortmund) ...
    ... über seine Bundesligapremiere:
    „Als ich heute zum Aufwärmen rausgekommen bin, habe ich schon diese positiv verrückte Atmosphäre in Dortmund gespürt. Die Fans machen während des gesamten Spiels richtig Alarm und schieben uns nach vorne.“
    ... zum Spiel: „Das war ein richtig gutes erstes Spiel für uns. Bei meinem Tor habe ich nicht groß nachgedacht, der Ball war in der Luft und ich habe den Fallrückzieher gestartet. Leipzig hatte schon mehr Pflichtspiele und wir haben nicht so angefangen, wie wir das wollten. Aber dann haben wir gut gespielt und vier Tore gemacht. Jetzt ist jeder glücklich.“

    Michael Zorc (Sportdirektor Borussia Dortmund) (vor dem Spiel)...
    ... zur Stürmersuche:
    „Wir haben ja noch fünf Tage und es ist nicht komplett ausgeschlossen, dass wir noch etwas tun auf dem Transfermarkt. Ein bisschen Geduld brauchen wir noch und dann wissen wir, was passiert.“
    ... über Gegner RB Leipzig: „Leipzig ist eine absolute Top-Mannschaft, die ich auch in diesem Jahr wieder in der absoluten Spitze in der Bundesliga erwarte. Ich freue mich, wieder hier im Stadion vor der vollen Südtribüne zu stehen. Wir haben jetzt lange genug Pause gehabt, die WM war auch nicht so prickelnd für uns. Deshalb freue ich mich, dass es jetzt wieder losgeht.“
    ... über Mario Götze: „Ich glaube, er hat eine ordentliche Vorbereitung hingelegt, aber wir haben natürlich einen sehr breiten Kader, auch mit sehr viel Qualität, gerade auch im offensiven Mittelfeld. Deshalb wird auch immer mal der eine oder andere prominente Name auf der Bank sitzen.“
    ... über die neuen Berater beim BVB: „Ich habe sehr gute Unterstützung durch Sebastian Kehl in der täglichen Arbeit mit der Mannschaft bekommen. Wir haben das in der Konstellation mit Hans-Joachim Watzke und mir ein Jahrzehnt lang gemacht. Ich muss mich um Transfers kümmern und es war dann oft zeitlich nicht möglich das zu tun und gleichzeitig bei der Mannschaft zu sein, als Ansprechpartner für die verletzten Spieler zu dienen. Dem haben wir Rechnung getragen und ich bin froh, dass wir einen absoluten Top-Mann wie Sebastian dazubekommen haben. Darüberhinaus Matthias Sammer als externen Berater: wir haben uns jetzt in den vergangenen Wochen schon sehr häufig ausgetauscht und haben sehr fruchtbare Diskussionen geführt.“

    Sandro Schwarz (Trainer 1. FSV Mainz 05) ...
    ... zum Spiel:
    „Im letzten Drittel waren wir vielleicht ein bisschen entschlossener und ich glaube es war dann auch verdient. Es war ein sehr schwieriges Spiel, beide Mannschaften haben sich über weite Strecken neutralisiert. Gerade in der 2. Halbzeit war es dann drückend – ohne die glasklaren Chancen.“
    ... über Joker Anthony Ujah: „Man merkt einfach, dass es in der Gruppe stimmt, dass die Jungs auf der Bank extrem wichtig sind und sofort da sind. Ich freue mich wirklich für Anthony Ujah, weil der hat eine sensationelle Trainingswoche gehabt und dementsprechend sind wir echt froh, dass er das Ding blitzsauber reingemacht hat.“

    Sky Experte Dietmar Hamann ...
    ... zu den entscheidenden Leistungsträgern beim Dortmunder Sieg:
    „Mit Thomas Delaney hat Dortmund einen Spielertyp geholt, der ihnen in den vergangenen Jahren gefehlt hat, der ihnen die nötige Aggressivität und Präsenz im Mittelfeld gibt. Ich würde aber auf Roman Bürki gehen. Er war heute der Garant für den Sieg, hat beim Stand von 1:1 einen super Ball von Jean-Kevin Augustin gehalten und in der zweiten Hälfte zweimal den Anschlusstreffer verhindert. Er wurde vergangene Saison ja häufig kritisiert, aber auch viel zu Unrecht, deshalb freut es mich für ihn.“
    ... über Neuzugang Axel Witsel (vor dem Spiel): „Er ist ein sehr intelligenter und ballsicherer Spieler, technisch sehr versiert. Aber er hat vor 18 Monaten den Schritt nach China gemacht und wenn du 18 Monate in einer Liga spielst, die mehr Breitensport als Spitzensport ist, dann ist die Umstellung auf die Bundesliga nicht die einfachste.“
    ... zum Mainzer Heimsieg: „Durch ihr aggressives Spiel haben sie die Stuttgarter ein ums andere Mal weit vom eigenen Tor weggehalten, exemplarisch dann das eigene Tor, wo Robin Quaison den größeren Willen zeigt, den Ball zu gewinnen vor Holger Badstuber. Quaison macht das natürlich hervorragend, hat die Übersicht, den Ball quer zu legen auf Anthony Ujah, der das Tor macht. Das ist einem Holger Badstuber in seiner Karriere selten passiert, dass er den Spieler auf der falschen Seite erwartet. Der Sieg der Mainzer war nicht unverdient.“
    ... zum nicht gegebenen Elfmeter für Mainz: „Für mich ist das Strafstoß. Die Hand von Emiliano Insua ist auf Kopfhöhe oder darüber, die hat da mit Sicherheit nichts verloren. Es spielt auch keine Rolle, ob der Ball am Tor vorbeigeht. Deswegen ist es unerklärlich, der Schiedsrichter schaut sie die Szene nochmal an und er zeigt an, es war Handspiel und er wurde nicht gegeben.“

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