• Magdeburg-Trainer Wiegert: „Jedes verdammte Bundesligaspiel ist ein harter Kampf“
  • Daniel Fontaine, Bergischer HC: „Wir wollen Überraschungen schaffen und haben auch das Zeug dazu“
  • Minden-Coach Carstens: „Bin mit der Leistung meiner Mannschaft nicht unzufrieden“
  • Sky Experte Heiner Brand zu Minden: „Sie haben Risiko gespielt und die einfachen Gegentore bekommen“

    Hannover, 9. September 2018
    – Sehr geehrte Medienpartner, anbei erhalten Sie eine Stimmensammlung zum Topspiel der DKB Handball-Bundesliga zwischen der TSV Hannover-Burgdorf und dem TSV GWD Minden (30:25) sowie zwischen dem SC Magdeburg und dem Bergischer HC (32:27).

    Frank Carstens (Trainer TSV GWD Minden) ...
    ... zum Spiel:
    „Hannover hat sehr gut angegriffen, immer eine Lücke gefunden und immer gut abgeschlossen. Aber insgesamt bin ich mit der Leistung meiner Mannschaft heute nicht unzufrieden. Mit unserer Abwehrleistung bin ich über weite Strecken zufrieden gewesen. Bis auf die Schlussphase, da haben uns dann die Körner verlassen. “

    ... über Miljan Pusica: „Er ist angeschlagen und hat es versucht. Er hat die Wege nicht mehr ganz geschafft. Er ist für unsere Abwehr sehr wichtig, weil er alleine fünf bis sieben Meter verteidigen kann. Das hat er heute nicht geschafft.“

    Sven-Sören Christophersen (Sportlicher Leiter TSV Hannover-Burgdorf) ...
    ... zum Spiel:
    „Wir haben uns am Ende in der Abwehr gesteigert, über den Torhüter ein paar einfache Bälle bekommen und über den Gegenstoß leichte Tore machen können.“

    Morten Olsen (TSV Hannover-Burgdorf) ...
    ... zum Spiel:
    „Minden hat am Anfang sehr gut gedeckt. Am Ende haben wir eine gute Abwehr gespielt und einen bisschen besseren Rhythmus im Angriff bekommen.“

    Marian Michalczik (TSV GWD Minden) ...
    ... zum Spiel:
    „Wir haben heute über einen langen Zeitraum dagegengehalten. Hannover musste lange kämpfen. Am Ende schenken wir das gute Ergebnis her. Wir sind heute auch ein bisschen angeschlagen angereist. Es ist schade, aber wir werden weiter arbeiten.“

    ... zur Zukunft (vor dem Spiel): „Wir haben eine junge aufstrebende Mannschaft mit viel Potenzial. Wir wollen in den nächsten Jahren einen einstelligen Tabellenplatz erreichen.“

    ... zur Nationalmannschaft (vor dem Spiel): „Die Konkurrenz ist groß. Ich möchte mich natürlich weiter dafür empfehlen und mit guten Leistungen im Fokus bleiben.“

    Andre Breitenreiter (Trainer Hannover 96) ...
    ... zum Spiel (in der Halbzeitpause):
    „Minden ist ein sehr unangenehmer Gegner. Es war ein zerfahrenes und von Taktik geprägtes Spiel.“

    ... über seine Beziehung zum Handball (in der Halbzeitpause): „Sobald es die Zeit zulässt, kommen wir gerne zu den Recken und unterstützen sie. Es macht immer Spaß. Wir haben schon einen Austausch, im Januar 2017 habe ich hier hospitiert. Man läuft sich permanent in der Stadt über den Weg, da freut man sich auch.“

    Sky Experte Heiner Brand ...
    ... zum Spiel:
    „Da kommen viele Dinge zusammen. Die mangelnden Alternativen bei Minden, die größere Reife und die individuelle Stärke der Spieler von Hannover. In so einem Spiel braucht man auch mal einen Torwart, der das Tor zumacht. Das war heute nicht der Fall. Minden ist in den letzten 15 Minuten zusammengebrochen, weil sie einfache Fehler gemacht haben. Dann haben sie Risiko gespielt und die einfachen Gegentore bekommen.“

    ... zur SG Flensburg-Handewitt (vor dem Spiel): „So groß ist der Umbruch nicht. Sicherlich hat man mit Mattias Andersson einen großen Leistungsträger verloren, aber wenn die beiden anderen Torhüter funktionieren, dann ist dieses Problem gelöst.“

    ... zum VfL Gummersbach (vor dem Spiel): „Ich hatte gedacht, dass es diese Saison besser werden würde. Wir sind noch zu Beginn der Serie, also sollte man alles noch nicht so negativ sehen. Jetzt muss man den Ernst der Lage schon erkennen.“

    Bennet Wiegert (Trainer SC Magdeburg) ...
    ... zum Spiel:
    „Mit dem Ergebnis und den zwei Punkten bin ich zum Schluss dann doch zufrieden. Vielleicht können wir das Ganze noch ein bisschen konstanter gestalten. Das ist ein harter Kampf, jedes verdammte Bundesligaspiel. Der Bergischer HC hat einen guten Kader und schon für Furore in dieser jungen Saison gesorgt. Mit unserer Abwehrarbeit und unserem Torhüter bin ich zufrieden, das Tempospiel ist gut, mit dem Angriff haben wir uns heute schwergetan. Das ist diese Nadel im Heuhaufen. Diesen Perfektionismus rauszukitzeln, den wir sicher irgendwann mal brauchen werden.“

    ... über das Duell gegen Kiel: „Das ist eines der Highlight-Spiele in Magdeburg. Da sollen sich die Jungs und das Umfeld darauf freuen. Das soll man dann bitte am Donnerstag genießen. Genießen tut man am meisten, wenn man erfolgreich ist.“

    ... zu den 16 Toren von Musche: „Seine Mitspieler haben ihn super freigespielt. Er hat ein Bombenspiel gemacht, hat gut verwandelt und war unser Vollstrecker.“

    ... zum Abschied von Weber: „Das ist das Leistungssport-Geschäft, das ist ganz normal. Wir konnten uns über vertragliche Inhalte nicht einigen. Der Verein ist größer als jede Persönlichkeit oder Charakter. Er hat diese Ära des SC Magdeburg über zehn Jahre geprägt, wir sind ihm unheimlich dankbar dafür. Wir konnten uns über Laufzeit und Inhalt nicht einigen.“

    Matthias Musche (bester Werfer SC Magdeburg) ...
    ... über seine 16 Treffer:
    „In der Bundesliga hab ich das noch nicht gemacht. Ich denke nicht so viel darüber nach. Ich versuche, wenn es läuft, es laufen zu lassen. Wir haben große Ziele. Ich möchte, dass wir uns belohnen. Die Bundesliga ist wirklich ausgeglichen, da gibt es nichts zu verschenken. Wenn man fünf bis zehn Minuten Hulapalu macht, dann kann das ganz schön in die Hose gehen. Wir wollen jedes Spiel gewinnen.“

    ... über das Duell gegen Kiel: „Am Donnerstag kommt ein krasses Ding, Kiel ist schon echt stark. Das ist dann schon echte Qualität, aber auch das wollen wir gewinnen.“

    Daniel Fontaine (Bergischer HC) ...
    ... zum Spiel:
    „Wir haben das Spiel verloren und wussten, was auf uns zukommt. Wir haben zu viele Fehler gemacht, waren im Rückzug nicht konsequent. Deswegen ist im Moment noch ein bisschen Frust da. Wir sind für uns im Soll. Wir wollen noch Überraschungen schaffen und haben auch das Zeug dazu.“

    Robert Weber (SC Magdeburg) ...
    ... zu seinem Abschied (vor dem Spiel):
    „Für mich ging das dann doch alles zu lange. Dieses Bekenntnis zu meiner Person hat gefehlt. Für mich und meine Familie war das nicht gut. Dann haben wir uns entschieden: Nach zehn Jahren hauen wir den Hut drauf und gucken uns um. Ursprünglich hatte ich gehofft, dass es im Sommer zu einer Verlängerung kommt. Das hat sich gezogen und für mich war kein Ende in Sicht. Es war schon mein Traum, dass ich hier meine Karriere beende, weil es doch meine Heimat geworden ist. Aber durch diese Vorkommnisse haben wir uns entschieden, was ganz Neues zu machen.“

    ... zu seiner Zukunft (vor dem Spiel): „Österreich auf keinen Fall. Ich möchte fünf bis sechs Jahre noch auf Topniveau spielen. Ich habe voll Bock auf Handball, es macht mir Spaß. Ich bin für alles offen, habe kein genaues Ziel vor Augen. Mir ist wichtig, dass ein Verein kommt, der sagt, dass er mich haben will. Ich möchte wieder glücklich und zufrieden sein.“

    Lukas Mertens (SC Magdeburg) ...
    ... zum Spiel (in der Halbzeitpause):
    „Magdeburg geht ein unglaubliches Tempo, das ist das, was uns auszeichnet. Eine verdiente Halbzeitführung. Es ist ein schnelles Handballspiel. Der BHC hat dementsprechend verpflichtet und hat auch in der zweiten Liga schon alles kaputt gerannt.“

    ... zum Saisonstart (in der Halbzeitpause): „Traditionell starten wir immer schlecht. Ich hoffe, dass es so weitergeht. Das kann auch in die richtige Richtung gehen. Wir wissen, was die Fans von uns erwarten, sie sind immer für uns da. Wir wollen dieses Jahr oder in den nächsten Jahren Titel holen, das ist klar. Die drei da oben machen das normalerweise unter sich aus, aber vielleicht können wir den ein oder anderen mal kitzeln.“

    ... zu seinem Heilungsverlauf nach Kreuzbandriss (in der Halbzeitpause): „Ich bin im Plan, habe aber noch ein bisschen was vor mir. Ich gehe davon aus, dass ich zur Rückrunde wieder dabei bin. Das Feld habe ich leider noch nicht betreten. Für mich als jungen Kerl ist das extrem bitter. Es ist schwer, nicht spielen zu dürfen.“


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    Daniel Mayr (mayr@dkb-handball-bundesliga-de)

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