Berlin, 14. September - Zwei Ausnahmeathleten aus Kenia treffen am Sonntag beim 45. BMW BERLIN-MARATHON aufeinander: Eliud Kipchoge und Wilson Kipsang laufen zum dritten Mal beim schnellsten Marathonrennen der Welt gegeneinander. Die Bestzeit des Olympiasiegers Kipchoge ist mit 2:03:05 Stunden nur acht Sekunden vom Weltrekord entfernt, der frühere Weltrekordler Kipsang ist mit seiner Topzeit von 2:03:13 nur acht Sekunden langsamer. Kipchoge gegen Kipsang im Marathon, das ist als wenn Lionel Messi und Cristiano Ronaldo im Fußball aufeinandertreffen oder sich die Tennis-Stars Rafael Nadal und Roger Federer duellieren.

Eliud Kipchoge will am Sonntag seine Bestzeit unterbieten und wird auch den Weltrekord angreifen, Wilson Kipsang ist ebenfalls bereit für eine Tempojagd in diesem Bereich. Das Duell der beiden in Berlin geht übrigens schon in die dritte Runde. Bisher steht es 1:1. 2013 gewann Kipsang, im vergangenen Jahr siegte Kipchoge.

Der BMW BERLIN-MARATHON wird am Sonntag um 9.15 Uhr auf der Straße des 17. Juni gestartet (Handbiker und Rollstuhlfahrer starten ab 8.50 Uhr). Mit 44.389 Läufern aus 133 Nationen verzeichnet Veranstalter SCC EVENTS einen Anmelderekord. Der BMW BERLIN-MARATHON formt gemeinsam mit den Rennen in Tokio, Boston, London, Chicago und New York die Abbott World Marathon Majors-Serie (AWMM). Erstmals in Berlin beginnt am Sonntag die neue Serie der AWMM, die dann in einem Jahr auch beim BMW BERLIN-MARATHON enden wird.

Im Männer-Marathon ist Berlin schon lange das Maß der Dinge weltweit. In den vergangenen 15 Jahren wurden auf der flachen Strecke im September ein halbes Dutzend Weltrekorde aufgestellt. Seit 2003 wurde die globale Männer-Bestzeit nur noch in Berlin gebrochen. Seit 2011 wurde zudem die Jahresweltbestzeit immer nur bei BMW BERLIN-MARATHON aufgestellt. Die derzeitige Jahresweltbestzeit lief der Äthiopier Mosinet Geremew mit 2:04:00 in Dubai im Januar. Den aktuellen Weltrekord hält der Kenianer Dennis Kimetto mit 2:02:57 Stunden. Diese Zeit lief er vor vier Jahren in Berlin.

Auch in der Pressekonferenz hielt sich Eliud Kipchoge bezüglich seines offensichtlichen Weltrekordversuches zurück: „Ich habe mich nach meinem Sieg in London im April nur noch auf Berlin fokussiert und kann versichern, dass ich am Sonntag ein gutes Rennen laufen werde. Ich möchte meine persönliche Bestzeit unterbieten“, erklärte Eliud Kipchoge, der zehn seiner elf Marathonrennen gewinnen konnte. Schon jetzt wird der Kenianer von vielen als bester Marathonläufer aller Zeiten bezeichnet. Keinen Zweifel an dieser Einordnung gäbe es, wenn er am Sonntag auch den Weltrekord brechen würde. Auf Nachfrage sagte Kipchoge zum Weltrekord nur: „Ja, das wäre natürlich sehr gut, wenn ich ihn laufen würde.“

Wahrscheinlich erklärt sich die Zurückhaltung auch damit, dass der 33-jährige Eliud Kipchoge bei zwei Weltrekordversuchen in Berlin Pech hatte: 2015 lösten sich beide Innensohlen seines Schuhs. Unter Schmerzen gewann er trotzdem noch in 2:04:00 Stunden. Vor einem Jahr stoppte schlechtes Wetter die Rekordjagd. Kipchoge gewann mit einem „Regen-Weltrekord“ von 2:03:32. Nie zuvor lief ein Athlet bei derart schlechten Wetterbedingungen so schnell. Dass Kipchoge schneller als 2:02:57 rennen kann, hat er im letzten Jahr in Monza bewiesen. Bei einem allerdings irregulären Rennen erreichte er 2:00:25 Stunden.

Der einzige, der Eliud Kipchoge bisher über die 42,195 km bezwingen konnte, war Wilson Kipsang 2013. In Berlin gewann er damals in der Weltrekordzeit von 2:03:13. Der 36-Jährige hat sehr viel Erfahrung und über viele Jahre immer wieder absolute Weltklassezeiten erzielt. Viermal lief Kipsang schon unter 2:04 Stunden - das hat bisher noch kein anderer geschafft, auch nicht Kipchoge.

Wilson Kipsang wird am Sonntag allerdings etwas defensiver laufen als Eliud Kiochoge. „Ich will so ähnlich laufen wie bei meinem Weltrekord 2013. Damals bin ich die zweite Hälfte schneller gerannt als die erste. Am Sonntag möchte ich die Halbmarathonmarke nach 61:30 erreichen“, erklärte Wilson Kipsang, der vor einem Jahr in Berlin nach 30 km ausgestiegen war.

Unter jenen Läufern, die voraussichtlich mit Kipsang in einer Verfolgergruppe rennen werden, ist auch der Halbmarathon-Weltrekordler Zersenay Tadese (Eritrea). „Ich möchte am Sonntag meine persönliche Bestzeit unterbieten“, sagte Tadese, der bisher noch nicht über 2:10:41 hinausgekommen ist.

Nach verletzungs- beziehungsweise krankheitsbedingten Absagen ist am Sonntag kein deutscher Topläufer am Start.

Topläufer mit Bestzeiten
Eliud Kipchoge KEN 2:03:05
Wilson Kipsang KEN 2:03:13
Eliud Kiptanui KEN 2:05:21
Amos Kipruto KEN 2:05:43
Abera Kuma ETH 2:05:50
Arata Fujiwara JPN 2:07:48
Yuki Sato JPN 2:08:58
Daisuke Uekado JPN 2:09:27
Kohei Ogino JPN 2:09:36
Kenta Murayama JPN 2:09:50
Daichi Kamino JPN 2:10:18
Zersenay Tadese ERI 2:10:41
Shogo Nakamura JPN 2:10:51
Scott Overall GBR 2:10:55
Julius Ndiritu KEN 2:11:21
Fernando Cabada USA 2:11:36
Chalachew Tiruneh KEN 2:11:54
Saidi Juma Makula TAN 2:12:01

Teilnehmerstatistik BMW BERLIN-MARATHON 2018
44.389 Läuferinnen und Läufer
5.258 BMW BERLIN-MARATHON Inlineskating
180 Handbiker
63 Rennrollstuhl-Athleten
10.089 mini-MARATHON der Schulen
ca. 11.000 GENERALI FRÜHSTÜCKSLAUF
ca. 1.500 Bambinilauf presented by berlinovo





Über den BMW BERLIN-MARATHON
Der BMW BERLIN-MARATHON ist einer der größten Marathons der Welt. Auf der superschnellen Strecke wurden bisher zehn Weltrekorde aufgestellt (3 von Frauen, 7 von Männern). Seit 2003 wurden alle sechs Weltrekorde der Männer auf der Berliner Strecke erzielt, inklusive der aktuellen Marke von 2:02:57 (Dennis Kimetto, siehe oben), aufgestellt vor vier Jahren. 2001 gelang es hier erstmals einer Frau, die Traum-Marke von 2:20 Stunden zu unterbieten. Die japanische Olympiasiegerin von 2000, Naoko Takahashi, siegte damals in 2:19:43 Stunden.

Der BMW BERLIN-MARATHON zählt zur Vereinigung der Abbott World Marathon Majors (AWMM), dem Zusammenschluss der bedeutendsten Marathons weltweit (gegründet 2006). Zur AWMM zählen die Marathonläufe von Tokio, Boston, London, Berlin, Chicago und New York.

Sieger und Platzierte bei den sechs AWMM-Läufen sammeln entsprechend ihrer Platzierung Punkte, deren Addition im Jahres-Turnus je einen Sieger bei Männern und Frauen ergibt. Die Prämie beträgt 250.000 US Dollar. Dazu gibt es seit 2016 eine Serienwertung für Rennrollstuhl-Athleten. Neu ist eine Altersklassen Wertung für Freizeit-Athleten, bei der nach einem Wertungssystem Punkte gesammelt und jeweils Sieger ermittelt werden. Die Serie XII startet bzw. endet beim BMW BERLIN-MARATHON 2018 bzw. 2019. Nähere Infos zum Wertungssystem bei Profis und Amateuren gibt es hier.

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