• Torschütze Ginter: Vertrauen „zahlt sich aus“
  • Fährmann bleibt Optimist: „Bringt nichts, Kopf in den Sand zu stecken“
  • Hecking zur angeregten Kader-Vergrößerung: „Es würde uns Trainern vieles erleichtern“
  • Sky Experte Matthäus zu Schalke: „Sie haben sich nicht gewehrt“


    Unterföhring, 15. September 2018 -
    Die wichtigsten Stimmen zum Krombacher Topspiel des 3. Spieltages der Fußball-Bundesliga zwischen Borussia Mönchengladbach und dem FC Schalke 04 (2:1) bei Sky.

    Domenico Tedesco (Trainer FC Schalke 04) …
    … zum Spiel:
    „Gladbach hat uns zu Beginn nahezu überrollt. Im Laufe der Zeit war das schon gut heute, muss man sagen. Das letzte Mal, dass wir so viele Torchancen von der Anzahl, aber auch von der Qualität her hatten, ist schon etwas her. Wir waren mit der ersten Hälfte nach den ersten 15 Minuten relativ zufrieden, muss ich Ihnen ganz ehrlich sagen. Die Fehler, die Gladbach macht, erzwingen wir ja auch, durch ein gewisses Gegenpressing, durch einen gewissen Druck.“
    … zum ersten Gegentor: „Wir haben im Raum verteidigt. Es geht um die Zone und um den Raum, und nicht um irgendeinen Spieler. Unter der Woche haben wir es noch gut trainiert und heute trifft es uns nach zwei Minuten direkt.“
    … zu den Fouls des früh ausgewechselten Mendyl: „Da gibt es wenig Spielraum für Diskussionen. Das ist zweimal Gelb und somit Gelb-Rot. Definitiv zweimal Gelb.“
    … zur Einstellung der Mannschaft: „Für jeden war heute klar, dass er Gas geben muss. In der Hinsicht kann man keinem einzigen Spieler etwas vorwerfen. Wir sind gut zurückgekommen und hatten einige Torchancen.“
    … zu den kommenden Spielen: „Auch Bayern ist nicht unschlagbar und Porto auch nicht. Wir freuen uns auf die Champions League und lassen uns die Freude von dem Start, der sicherlich punktemäßig nicht gut ist, nicht nehmen.“
    ... zu Neuzugang Sebastian Rudy (vor dem Spiel): "Wir machen alles mit ihm: Wir sprechen mit ihm, wir trainieren mit ihm. Das einzige, was wir nicht machen, ist ihm irgendeinen Rucksack mit auf den Weg zu geben. Den Druck macht er sich schon selbst. Er braucht Zeit. Er ist ein neuer Spieler jetzt für uns, hat die Vorbereitung nicht bei uns mittrainiert, daher können die Abläufe noch gar nicht hundertprozentig gut sein, aber er ist jemand, der sehr akribisch ist und deswegen wird er relativ zügig reinkommen."

    Dieter Hecking (Trainer Borussia Mönchengladbach) ...
    … zum Spiel:
    „Wir freuen uns natürlich, dass wir das Spiel in allen Belangen verdient gewonnen haben. Wir waren für mich fußballerisch die bessere Mannschaft, bis auf die Phase nach der Halbzeit, als Schalke uns mit langen Bällen und einer körperlichen Präsenz Probleme bereitet hat oder wir mit eigenen Fehlern im Spielaufbau Schalke eingeladen haben zu Torchancen. Ansonsten haben wir ein überragendes Spiel gemacht.“
    ... zu Torschütze Patrick Herrmann: „Das freut mich für ihn, gerade mit den ganzen Geschichten der vergangenen zwei, drei Monate, dass er hier heute der Matchwinner mit dem 2:0 ist. Das sind diese Geschichten, die der Fußball nur schreibt. Es freut mich für den Jungen ungemein, weil er sehr viel dafür tut.“
    ... zur Rotation im Kader(vor dem Spiel):"Es ist nie einfach, das zu moderieren. Es geht nie um Personen, es geht eigentlich immer um die Positionen, um das jeweilige Spiel. Und die Spieler müssen es letztendlich akzeptieren und mit einer guten Reaktion zeigen, dass sie es verstehen. Irgendwann werden wir sie alle brauchen. Wir sind sehr, sehr früh in der Saison und ich weiß, dass ein Christoph Kramer als Beispiel eine immense Wichtigkeit im Laufe der Saison haben wird."
    ... zum nicht spielenden Raffael (vor dem Spiel): "Es war nach der Winterpause häufig so, dass Raffael nie so ganz bei 100 Prozent war, wir aber seine Wichtigkeit gesehen haben und ihn eigentlich immer wieder gestellt haben, auch wenn es manchmal vielleicht zu früh war. Heute war es Spitz auf Knopf. Wenn es ein Pokalendspiel gewesen wäre, hätten wir es hinbekommen. Wir sind früh in der Saison und gehen da kein Risiko."
    ... zu seinem Vorschlag, die Kader bei Bundesliga-Spielen zu vergrößern (vor dem Spiel): "Es ist ganz kurios gewesen. Ich habe das Thema am Donnerstag auf der Pressekonferenz mal angesprochen und eine Viertelstunde nach der PK ruft Max Eberl an und sagt, dass es auf der Managertagung auch ein Thema gewesen wäre, und dass man jetzt generell in der Liga rumfragen wird, wie man dazu steht als Verein. Es betrifft ja nicht nur die erste Liga, sondern würde auch andere Ligen betreffen. Generell muss ich sagen, dass ich ein Freund davon bin, weil es ist die schwierigste Aufgabe. Wenn du nur 18 Mann nominieren kannst und du hast mittlerweile Kader, die 24 oder 25 Spieler groß sind, fühlt man sich schnell wie das fünfte Rad am Wagen, obwohl viele Spieler von der Leistungsstärke eigentlich ganz nah dran sind. Da würde man uns Trainern vieles erleichtern. Man muss nicht alles moderieren. Klar, dann würden Spieler sauer sein, wenn sie nicht eingewechselt werden, aber sie hätten das Gefühl, dazuzugehören und darum ging es mir einfach."

    Matthias Ginter (Torschütze Borussia Mönchengladbach) …
    … zu seiner Rolle:
    „Ich habe schon ein paar Jahre in der Bundesliga gespielt. In Dortmund habe ich viele Spiele auf vielen Positionen gemacht und hier kriege ich das Vertrauen auf einer Position. Das zahlt sich aus, das ist auch für das Selbstverständnis etwas ganz anderes. Ich fühle mich sehr wohl hier und bei der Nationalmannschaft sowieso.“
    … zur enttäuschenden WM: „Es war natürlich für uns alle kein gutes Erlebnis. Ich habe nicht viel Positives mitgenommen. Wir alle haben da ein paar Tage und Wochen gebraucht, das zu verarbeiten. Im Fußball geht es immer weiter. Ich habe mir sehr viel vorgenommen und bin jetzt ganz gut in die Saison gekommen.“

    Ralf Fährmann (Torwart FC Schalke 04) …
    … zur dritten Niederlage in Folge:
    „Wenn es kommt, kommt es knüppeldick. Wir haben vorne die Chancen, aber machen sie nicht rein. Hinten ist es nicht ganz so gut verteidigt manchmal. Zur Zeit haben wir einfach richtig viel Pech und da müssen wir uns schnellstmöglich raus arbeiten. Es hilft nichts, den Kopf jetzt in den Sand zu stecken.“

    Patrick Herrmann (Torschütze Borussia Mönchengladbach) …
    … zum Tor:
    „Es tut natürlich gut, wenn man mal wieder draußen sitzt und reinkommt. Immer Vollgas geben, dann wird man am Ende auch belohnt. Wir sind ein paar mehr gute Leute im Kader, aber wenn man mal reinkommt, gibt man natürlich alles.“

    Christian Heidel (Sportvorstand FC Schalke 04) ...
    ... zur Eingewöhnung der Neuzugänge (vor dem Spiel):
    "Ich glaube, dass die Jungs alle auf Schalke angekommen sind, aber natürlich spielt Schalke etwas anders, wie die Mannschaften, bei denen sie zuvor gespielt haben. Das ist ein Prozess. Wir haben eine ganze Reihe von neuen Spielern, haben drei Abgänge aus der Stamm-Mannschaft, aber das sind alles Dinge, die wir lösen können und lösen werden."
    … zur Frage, wann er "unruhig" werde (vor dem Spiel): "Es dauert sehr, sehr lange bis ich unruhig werde. Ich glaube, dass ich in dieser Saison überhaupt nicht unruhig werde, weil ich ein großes Vertrauen in die Personen rund um die Mannschaft habe. Wir haben einen schlechten Start und werden jetzt alles dafür tun, das möglichst schnell zu klären."

    Sky Experte Lothar Matthäus …
    … zum Schalker Spiel:
    „Schalke war in den ersten 30 Minuten gar nicht auf dem Platz. Sie haben sich nicht gewehrt und deswegen auch verdient verloren. Was ich vermisst habe, war ein Spielmacher, der die Spitzen einsetzt. Ich glaube, da muss Schalke in Zukunft dran arbeiten.“
    … zur Überlegung, die Kader bei Bundesliga-Spielen zu vergrößern (vor dem Spiel): "Es hat sich ja auch bei der Nationalmannschaft bei Weltmeisterschaften und Europameisterschaften bewährt, dass eben der ganze Kader auf der Bank sitzt. Gerade den Trainern tut man da einen riesengroßen Gefallen, wenn man wirklich sich durchringt, 22 oder 23 Spieler zu nominieren.“



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