• Melsungen-Trainer Grimm kritisiert Gangart nach der Pause: „So macht das niemandem Spaß“
  • VfL-Geschäftsführer Schindler: Verhältnis zwischen Trainer und Mannschaft „gar kein Thema“

    Kassel, 20. September 2018 –
    Sehr geehrte Medienpartner, anbei erhalten Sie eine Stimmensammlung zum Spiel der DKB Handball-Bundesliga zwischen der MT Melsungen und dem VfL Gummersbach (33:27).


    Denis Bahtijarevic (Trainer VfL Gummersbach): „Die Unsicherheit und Angst nach Magdeburg hat man in den ersten 15 Minuten gesehen. Unsere Abwehr war schlecht. Wir haben dann gewechselt und die Abwehr und der Torwart haben sehr gut zusammengearbeitet. Wir waren zurück im Spiel, ich glaube auf fünf Tore an Melsungen dran, und ich dachte, wir leben noch, aber dann kam die Verletzung von Zhukov. Die Mannschaft hat nach der katastrophalen ersten Halbzeit die ganze Zeit gekämpft. Das ist dann in Ordnung. Das Resultat ist nicht in Ordnung. Aber die Mannschaft hat gut gekämpft und versucht, alles zu geben.“

    Heiko Grimm (Trainer MT Melsungen): „In der ersten Halbzeit haben wir gut, vielleicht sogar sehr gut, gespielt. Da waren wir sehr zufrieden und haben das umgesetzt, was wir wollten. Ich muss gestehen, die zweite Halbzeit war sehr unangenehm. Darüber müssen wir sprechen. Das ist unverständlich. Wir hätten das bei 100 Prozent Einsatzwille und Konzentration auch in der zweiten Hälfte hinbekommen können. Aber jeder hat zehn Prozent rausgenommen, das ist nicht verständlich. So macht das niemandem Spaß. Es ist ärgerlich, wenn man hier Selbstvertrauen liegen lässt, weil man in der zweiten Halbzeit einen Gang zurückschaltet.“

    Christoph Schindler (Geschäftsführer VfL Gummersbach) …
    ... zum Spiel:
    „Nach so einem Spiel muss man sich mit Moral und Charakter zufriedengeben. Unser Anspruch ist nicht, Ergebniskosmetik zu betreiben, sondern Spiele offen zu gestalten und am Ende Punkte mitzunehmen. Aber wenn man gesehen hat, wie verunsichert die Mannschaft war und wie sie in der Pause in der Kabine gesessen hat, dann ging es in der zweiten Hälfte nur noch um Ergebniskosmetik. Deswegen muss man das Positive mitnehmen. Das war die zweite Halbzeit und die Einstellung der Jungs, dass sie sich wieder in das Spiel gekämpft haben. Wir wissen aber auch, dass Melsungen einen Gang zurückgeschaltet hat.“
    ... zum Verhältnis zwischen Trainer und Mannschaft: „Da muss der Trainer durch, da muss die Mannschaft durch, da müssen wir als Verein durch. Der Trainer erreicht die Mannschaft. Die Jungs trainieren gut, das ist alles kein Thema. Aber die Jungs müssen sich natürlich anders auf dem Spielfeld präsentieren. Wir müssen uns die Kritik gefallen lassen und wir müssen durch diese Phase durch. Es gibt zwei Möglichkeiten: Man steckt den Kopf in den Sand oder man versucht es besser zu machen.“

    Axel Geerken (Geschäftsführer MT Melsungen) ...
    ... zum Saisonziel:
    „Wir wollen unter die Top fünf kommen. Der Start war vielleicht ein bisschen holprig, aber wir hatten auch schon den einen oder anderen starken Gegner. Insofern waren wir nicht besonders aufgeregt und sind jetzt natürlich damit zufrieden, wie die Mannschaft sich aktuell entwickelt.“
    ... zum langfristigen Ziel: „Wir haben uns schon vor einigen Jahren einen langfristigen Plan erarbeitet, der besagt, dass wir irgendwann unter die Top drei in der Handball Bundesliga kommen wollen. Die Zielsetzung verändert sich nicht. Mittelfristig heißt eigentlich bis 2020, das ist jetzt aber schon ein paar Jahre her. Wir sind nicht ungeduldig und wissen, dass wir ein paar Jahre brauchen, um eine gute Mannschaft zu entwickeln. Der Kreis dieser ganz starken Mannschaften ist relativ groß geworden. Wir wollen gerne eine davon sein, müssen dann aber entsprechende Leistungen zeigen.“
    ... zum Tabellenführer SC Magdeburg: „Mich überrascht das ehrlich gesagt nicht, das ist eine eingespielte Mannschaft, die gerade einen richtig guten Flow findet. Wenn so eine Mannschaft einen Lauf hat, gewinnt sie plötzlich viele Spiele und ist schwer zu stoppen. Magdeburg ist total verdient vorne.“
    … zum Tabellenführer SC Magdeburg: „Gummersbach hat unglaublich viel Tradition und ich bin der festen Überzeugung, dass sie die Kurve kriegen.“

    Drago Vukovic (Kapitän VfL Gummersbach) ...
    ... zu seiner Ansprache nach der Niederlage gegen den TBV Lemgo Lippe (vor dem Spiel):
    „Wir können uns nicht jede Woche treffen und reden. Jeder weiß, was er in diesem Spiel gegeben hat. Ich war selber unzufrieden mit meiner Leistung. So etwas dürfen wir nicht zeigen. Wie müssen uns heute besser präsentieren und kämpfen, kämpfen, kämpfen. Wir müssen klar im Kopf sein. Auch wenn wir hinten liegen, müssen wir das vergessen, sonst bekommen wir wieder eine Klatsche.“


    
Für Rückfragen
    O-Ton-Service HBL/ig
    Daniel Mayr (mayr@dkb-handball-bundesliga-de)
    Mehr Informationen unter www.dkb-handball-bundesliga.de


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