HBL // Rhein-Neckar Löwen feiern Last-Minute-Sieg in Wetzlar: „Kleines Handball-Märchen nicht wahr geworden“
  • Löwen-Trainer Jacobsen kritisiert Wetzlarer Spielweise: „Kein reguläres Tor in der zweiten Halbzeit“
  • Wetzlar-Coach Wandschneider lobt „bravouröse Leistung“: „Hatten den zweifachen deutschen Meister am Rande einer Niederlage“


    
Wetzlar, 30. September 2018
    – Sehr geehrte Medienpartner, anbei erhalten Sie eine Stimmensammlung zum Topspiel der DKB Handball-Bundesliga zwischen der HSG Wetzlar und den Rhein-Neckar Löwen (25:26).

    Kai Wandschneider (Trainer Wetzlar) ...
    ... zur Verpflichtung von Nikola Marinovic (vor dem Spiel):
    „Wir wissen, wie schwierig der Torhütermarkt ist, eine Generation hochklassiger Torhüter hat aufgehört. Wir kannten ihn aus unserer gemeinsamen Zeit 2012/13 hier, er ist noch aktiv, daher denke ich, es ist eine gute Lösung, auch weil er die Kultur des Vereins gut kennt.“
    ... über die Torhütersituation (vor dem Spiel): „Wir schauen von Spiel zu Spiel. Till Klimpke macht jetzt die ersten Schritte in die richtige Richtung, er ist meines Wissens nach der jüngste Torhüter, der jemals Stammspieler war in der nach wie vor besten Liga der Welt. Da müssen wir die Entwicklung abwarten, wir müssen sie als Gespann ansehen. Ich sehe Till in seinem Jahrgang als einen der besten Torhüter weltweit. Das ist jetzt ein wertvolles Jahr für ihn. Ich denke, dass ihm die Zukunft gehört.“
    … über das Spiel: „Grundsätzlich war das eine bravouröse Leistung von unserer Seite. Wir lagen mit drei Toren hinten und haben uns wieder herangekämpft. Wir haben den zweifachen deutschen Meister am Rande einer Niederlage gehabt. Bitter ist natürlich, dass ein ehemaliger Spieler von uns das entscheidende Tor macht. Die Löwen haben sich in der Abwehr gesteigert in der zweiten Halbzeit, da war dann der Ballfluss bei uns nicht mehr so gut. Da war es zu statisch. Da hätte ich mir Spielfluss gewünscht. Daran werden wir arbeiten.

    Nicolaj Jacobsen (Trainer Rhein-Neckar Löwen) ...
    ... zum Spiel:
    „Wir haben in der zweiten Halbzeit so viele Zwei-Minuten-Strafen bekommen, die ich nicht verstehe. Und Wetzlar hat in der zweiten Halbzeit glaube ich kein reguläres Tor gemacht, der Arm des Schiedsrichters war eigentlich immer oben. Wir wussten, dass Wetzlar immer das Tempo rauszieht. Es waren sehr lange Angriffe. “
    ... zum Siegtor: „Wir haben gesagt, wir wollen Freiwürfe holen und fünf Sekunden vor Ende unseren besten Schützen holen. Steffen hat das gut gemacht.“
    … zur fehlenden Souveränität: „Wir sind eine neue Mannschaft. Wir haben viele neue Spieler, wir müssen uns noch finden und das wird Zeit brauchen. Die Souveränität kannst du dann noch nicht zeigen, das wird dauern. Die zwei Punkte sind wichtig.“

    Jannik Kohlbacher (Rhein-Neckar Löwen, vor dem Spiel) …
    … zur Rückkehr an die alte Wirkungsstätte: „Es ist natürlich ein komisches Gefühl, dass man direkt in die erste Kabine abbiegt, statt wie gewohnt in die Heimkabine. Es ist natürlich ein anderes Gefühl, gegen die alten Kollegen zu spielen. Aber ich denke, ich habe mich gut eingewöhnt.“
    … zum Saisonstart: „Wir haben gegen Leipzig einen Punkt abgegeben, aber ansonsten denke ich, dass wir absolut im Soll sind. Ich denke, dass ich mich ganz gut eingefügt habe. Aber es gibt immer Verbesserungspotenzial, wir wollen am Ende natürlich ganz oben angreifen.“

    Björn Seipp (Geschäftsführer Wetzlar, in der Halbzeit) ...
    … zu Till Klimpke:
    „Wir wissen, wozu Till in der Lage ist. Wir sind unheimlich stolz. Er ist ein Junge aus dem Ort, aus Wetzlar, er hat seit der Jugend für uns gespielt und entwickelt sich Stück für Stück weiter. Er ist ein Diamant. Wir haben vor vielen Jahren schon gesehen, wozu er in der Lage ist, er hat unsere A-Jugend zum deutschen Meister gemacht, er ist mit unserer zweiten Mannschaft aufgestiegen. Wir wollten mutig sein, ihm die Chance geben, sich als zweiter Mann in der Bundesliga zu beweisen. Und bislang sind wir für diesen Mut belohnt worden.“

    Nikola Marinovic (Torhüter Wetzlar) …
    … über das Spiel:
    „Gegen Top-Mannschaften muss man seine Chancen nutzen. Wir haben sie an den Rand der Niederlage gebracht. Schade für uns, dass dieses kleine Handball-Märchen nicht wahr geworden ist.“
    … über seine Rückkehr: „Es ist ein tolles Gefühl, wieder Bundesliga zu spielen, gerade in diesem Trikot. Und es ist natürlich toll, dass ich so ein entscheidender Faktor sein konnte.“

    Steffen Fäth (Siegtorschütze Rhein-Neckar Löwen) ...
    ... zum Siegtor:
    „Ich habe vorher schon zweimal in die kurze Ecke geworfen, da ist der Marinovic zweimal hingegangen. Deshalb habe ich mich für die andere Ecke entschieden.“
    … zur Leistung: „Wir haben nicht unsere beste Leistung heute gebracht, aber Wetzlar hat das auch gut gemacht. Sie hatten dann auch das Glück, dass der Ball durch eine Fünf-Mann-Mauer durchfliegt. Sie haben heute eine sehr gute Abwehr gestellt, geduldig über den Kreis gespielt. Da haben wir uns schwer getan.“

    Sky Experte Heiner Brand...
    ... zur Leistung von Wetzlar:
    „Wetzlar muss sich noch in die Saison reinfinden, wenn sie auf der Leistung heute aufbauen, werden sie in Zukunft besser dastehen. In der Abwehr ist hervorragend gearbeitet worden. Im Angriff waren in der zweiten Halbzeit die Grenzen zu sehen, wobei die Löwen da deutlich besser agiert haben. Wetzlar hat dann aus Freiwürfen etwas glücklich die Tore gemacht, aber die zählen auch.“

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    O-Ton-Service HBL/lc
    
Daniel Mayr (mayr@dkb-handball-bundesliga-de)
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