96-Coach Breitenreiter enttäuscht: „Zusammengefallen wie ein Kartenhaus“
  • Frankfurts Trainer Hütter: „Befreiungsschlag für unsere Zuschauer“
  • Matchwinner Finnbogason: Dreierpack gegen Freiburg schon Tradition
  • FCA-Manager Reuter lobt Trainer: „Baum macht einen super Job“
  • Sky Experte Hamann kritisiert zaghafte Hannoveraner: „Weiß nicht, wen sie überhaupt schlagen sollen“

    Unterföhring, 30. September 2018
    - Die wichtigsten Stimmen zu den Sonntagsspielen des 6. Spieltages der Fußball-Bundesliga, Eintracht Frankfurt vs. Hannover 96 (4:1) sowie FC Augsburg vs. SC Freiburg (4:1) bei Sky.

    André Breitenreiter (Trainer Hannover 96):
    „Es nützt jetzt nichts, nach dem Spiel in der Kabine zu sitzen und sauer zu sein. Da muss ich sauer auf dem Platz sein, um alles auf dem Platz zu bringen. Das fehlt aber auch momentan bei jedem Einzelnen. Auch ein Stück weit die Überzeugung und der Glaube, weil dann kleine Fehler direkt dazu führen, in Rückstand zu geraten. Und heute sind wir zusammengefallen wie ein Kartenhaus.“

    Pirmin Schwegler (Hannover 96) ...
    ... zum Spiel und seiner Rückkehr nach Frankfurt:
    „Das war eine Rückkehr zum Vergessen. Man nimmt sich so viel vor. Natürlich will man in der Situation noch mehr den Bock umstoßen und dann gelingt da nicht viel. Das ist sehr enttäuschend.“
    ... zur aktuellen Situation: „Es ist eine Kopfsache. Es ist ja nicht so, dass wir nicht wollen und nicht viel versuchen. Es ist einfach schwer in der Situation, aber davonlaufen kann man nicht. Eins ist Fakt, alleine kommen wir da nicht raus. Man muss immer wieder aufs neue als Mannschaft herangehen. Man darf sich dem Schicksal nie ergeben, sondern muss sich dagegen wehren, auch wenn es schwieriger wird. Aber aufgeben gibt es nicht.“
    ... zur Frage, ob die Situation am Personal liege: „Es geht nicht um Einzelne. Natürlich geht man als Einzelner unter, aber da müssen wir uns mehr unterstützen. Ich versuche viel Einfluss zu nehmen, vor allem in der Verantwortung, in der ich stehe. Aber momentan werde ich dem auch nicht gerecht. Man muss erst vor der eigenen Haustür kehren, und da ist momentan viel Schutt.“

    Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt): „Es war ein verdienter Sieg heute. Wir waren von Anfang an präsenter. Wir wollten den Sieg unbedingt. Das war in der Phase auch eine Reaktion auf das Gladbach-Spiel und ein Befreiungsschlag für unsere Zuschauer.“

    Marco Russ (Kapitän Eintracht Frankfurt) ...
    ... zum Sieg:
    „Es war eine geschlossene Mannschaftsleistung, aber bei allem ragt natürlich Ante hervor. Er hat ein Tor selbst gemacht und eins vorbereitet. Damit hatte er heute einen großen Anteil am 4:1.“
    ... über Ante Rebic: „Allein durch seine Art und Spielweise ist er einer, der nicht nur uns als Spieler mitreißt. Man merkt bei jeder Situation, die er hat, wie das Stadion mitgeht. Das sind Spieler die Erfolge herbeiführen. Er ist ein Spieler wie es Alex Meier war und versucht jetzt, in die Fußstapfen zu treten.“

    Manuel Baum (Trainer FC Augsburg) ...
    ... zur gemeinsamen Vergangenheit mit Florian Niederlechner
    (vor dem Spiel): „Ich hatte ein Praktikum in Schwaben an der Realschule. Der Flo hat bei 1860 gespielt und ich war dort Trainer. Er ist ein Lausbub, wir tauschen uns auch heute noch oft aus und die Zeit bei Unterhaching hat uns noch mehr zusammen geschweißt.“

    Alfred Finnbogason (Torschütze FC Augsburg) ...
    ... zum Spiel und zu seinen drei Treffern:
    „Das ist eine gute Tradition, denn auch im letzten Jahr habe ich im Heimspiel gegen Freiburg schon drei Tore erzielt. Ich weiß nicht warum, aber es liegt mir, gegen sie zu spielen. Ich war sehr heiß und habe die ersten fünf Spiele mitgefiebert. Ich wusste, wie wichtig dieses Spiel heute war. Wir wollten ein Zeichen setzen und zeigen, dass wir zu Hause schwer zu schlagen sind.“

    Stefan Reuter (Manager FC Augsburg) ...
    ... zum Spiel und über Manuel Baum:
    „Man erkennt die Handschrift von Manuel Baum. Er gibt der Mannschaft eine ganz klare Idee mit auf den Weg und sorgt auch dafür, dass das Team an ihn glaubt und diese Idee umsetzt. Wenn die Mannschaft das dann auch noch so umsetzt, dann haben wir draußen Freude. Insgesamt muss ich sagen, dass Manuel Baum einen super Job macht. Er hat den Grundstein in der Nachwuchsarbeit gelegt, sodass wir jetzt davon profitieren und junge Spieler in den Profikader integrieren können.“
    ...über den Torwartwechsel von Fabian Giefer: „Er hat sich selbst nach den Spielen hingestellt und gesagt, dass er Fehler gemacht hat. Für den Trainer war es schwierig, diese Entscheidung zu treffen. Wenn der Trainer das Gefühl hat, dass die Unsicherheit des Torhüters auf die Abwehr übergeht, war das der Grund zu sagen, dass er jetzt wechselt und das ging auf. Aber wir sind weiter von Fabian Giefer überzeugt, und als Spieler musst du einfach weitermachen. Du musst dir im Training die Sicherheit zurückholen und auf deinen Moment warten. Eine andere Möglichkeit gibt es da nicht. Aber das Team hat Fabian super gestützt und entscheidend ist, dass du das als Mannschaft wiedergutmachst.“
    ... über Alfred Finnbogason: „Es ist etwas überzogen, wegen ihm über Europa zu sprechen. Aber es ist Wahnsinn. Er hat Anfang dieser Woche erst richtig mit der Mannschaft trainiert. Es war ein überragendes Spiel von ihm.“
    ...über den Notarzteinsatz im Stadion: „Ich weiß leider noch nichts Genaueres. Wir haben es schon in der ersten Hälfte gehört, dass jemand reanimiert werden musste. Da rückt natürlich alles andere in den Hintergrund. Ich hoffe, dass es gut ausgeht und man schnell und gut reagiert hat. Ich wünsche ihm alles Gute.“

    Sky Experte Dietmar Hamann ...
    ... zu Hannover 96:
    „Ich muss lange suchen und weiß nicht, wen sie überhaupt schlagen sollen. Wenn du dich so ergibst und so eine Packung bekommst, dann wird es schwer. Irgendwann musst du leisten. Aber was mich erschreckt, das ist diese Zaghaftigkeit und die fehlende Aggressivität im Abwehrverhalten. Das war heute nicht das Hannover, dass wir alle kennengelernt haben.“

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