• Bornemann gibt Trainer Köllner nach Pleite Job-Garantie: „Macht einen sensationellen Job“

  • Bobic stützt Kovac: „Ein wunderbarer Trainer“

  • Hoffenheimer Vogt sauer: „Viel zu billig, wie wir die Gegentore fressen“


  • Sky Experte Hamann prangert Hoffenheims Spielstil an: „Sterben in Schönheit“


    
Unterföhring, 7. Oktober 2018 -
    Die wichtigsten Stimmen zu den Sonntagsspielen des 7. Spieltages der Fußball-Bundesliga, TSG 1899 Hoffenheim vs. Eintracht Frankfurt (1:2) sowie RB Leipzig vs. 1. FC Nürnberg (6:0) bei Sky.

    Marcel Sabitzer (Doppel-Torschütze RB Leipzig): „Die ersten drei Torschüsse waren alle drin, deswegen war schon vieles richtig, was wir gemacht haben. Wenn du mit 4:0 in die Pause gehst, dann ist es relativ einfach. Wir wollten aber nachlegen und zu Null spielen, das haben wir sehr gut runtergespielt. Wir haben es gut gemacht, waren vorne hungrig und hinten konsequent. Dann gewinnst du eben auch in der Höhe.“

    Michael Köllner (Trainer 1. FC Nürnberg) ...
    ... zum Matchplan (vor dem Spiel):
    „Wir wollen unser eigenes Spiel auf den Platz bringen. Das haben wir sechs Spiele geschafft, eins nicht und das endete katastrophal und ich glaube, dass war eine gute Erfahrung für uns.“

    Andreas Bornemann (Sportvorstand 1. FC Nürnberg) ...
    ... zum Spiel:
    „Wir haben eigentlich heute, das was wir uns vorgenommen hatten, nicht auf den Platz bekommen. All die Dinge, die wir nicht tun wollten, um den Leipzigern in die Karten zu spielen, haben wir leider viel zu oft gemacht. Dann rollt irgendwann eine Lawine über dich rüber, wo es dann noch maximal um eine Schadensbegrenzung geht. Dann kommen vielleicht in den Köpfen der Spieler noch Erinnerungen an das Dortmund-Spiel hoch und dann denkst du nicht an das, was für das Spiel gefragt ist. Das macht es nicht besser, aber das sind Erklärungsansätze, dass die Mannschaft doch noch die eine oder andere Erfahrung sammeln muss.“
    ... über Trainer Michael Köllner: „Er hat den Verein in einer nicht so einfachen Phase übernommen. Da haben wir viele Leistungsträger abgeben müssen, haben den Etat kürzen müssen, haben im Prinzip nur Substanz abgegeben und das haben wir sukzessive die letzten anderthalb Jahre zusammen wieder aufgebaut. Er macht einen sensationellen Job, da braucht sich keiner Gedanken zu machen, das wird sich auch bis zum Ende der Saison nicht ändern.“

    Fredi Bobic (Sportvorstand Eintracht Frankfurt) ...
    ... zum Spiel:
    „Wir wollten heute über den Punkt gehen. Wir haben unheimlich viel investiert, hatten zwei Tage weniger Pause und die Jungs wollten. Das hat man einfach gemerkt. Wir hatten auch das Quäntchen Glück, aber das hast du nur, wenn du dir das erarbeitest. Wir waren eiskalt und sehr effizient. Das war überragend. Jeder hat alles für den anderen gegeben. Das war eine tolle Teamleistung.“
    ... zur Gelb-Roten-Karte für Ante Rebic: „Die erste Gelbe Karte war sehr unnötig, die zweite muss man auch nicht unbedingt machen. Die Gelbe Karte für die Meckerei war absolut dämlich. Das werde ich ihm auch noch sagen. Das muss er lassen, denn damit schadet er sich selbst, aber auch der Mannschaft. Trotzdem hat er alles reingehauen, als er auf dem Platz stand und das war wichtig. Er ärgert sich selbst am meisten, das hat er mir auch gesagt, dass er nicht spielen kann.“
    ... zur Frage, ob er die letzten Tagen Kontakt zu Niko Kovac hatte: „Ich glaube, dass sehr vieles auf ihn einstürmt. Es wird sich sicherlich auch mit der Zeit zeigen, dass wir das eine oder andere mal besprechen. Er ist ein wunderbarer Trainer, er gibt unheimlich viel. Wenn du bei Bayern München Spiele verlierst, ist es normal, dass du manchmal in die Kritik kommst. Aber was mich am meisten wundert, drumherum ist es sehr ruhig, man sollte ihn auch schon mal schützen.“

    Kevin Vogt (Kapitän TSG 1899 Hoffenheim) ...
    ... zum Spiel:
    „Wir machen das Tor nicht und schenken dem Gegner heute zwei Tore. Wir schießen gefühlt zwei Eigentore und das ist einfach viel zu wenig. So kann man kein Bundesligaspiel gewinnen. Es ist einfach deprimierend, viel zu billig, wie wir die Gegentore fressen. So wird es schwer. Wir haben jetzt sieben Punkte, das ist gar nichts, das ist mickrig und der Situation müssen wir uns bewusst sein. Das brauchen wir uns nicht schön zu reden. Wir spielen über weite Strecken guten Fußball, aber wir müssen wieder in die Spur kommen, dass wir die Dinger machen und dann auch Spiele gewinnen.“
    ... zur Frage, wie sauer Trainer Julian Nagelsmann nach der Niederlage war: „Er ist genauso sauer, wie wir auch. Er steckt ja auch in der Situation. Er erarbeitet auch Pläne, wir setzen oftmals vieles um, sonst würden wir uns nicht so viele Chancen herausarbeiten, aber es ist bitter, wenn wir die Tore dann nicht machen.“

    Sky Experte Dietmar Hamann …
    ... zum Sieg von RB Leipzig:
    „Die Nürnberger konnten einem schon leidtun gegen Ende des Spiels. Sie waren einfach von der ersten bis zur letzten Minute überfordert. Leipzig hat sich den Frust von der Seele geschossen. Ich würde noch nicht sagen, dass sie ein Kandidat für den Titel sind, aber sie haben mit Sicherheit einen großen Schritt nach vorne gemacht.“
    ... zur Frage, ob es nun auch eine Trainerdiskussion bei Nürnberg geben muss: „Für mich persönlich nicht. Wenn du den Nürnbergern acht Punkte bis zu dieser Länderspielpause angeboten hättest, hätten sie die wahrscheinlich genommen. Natürlich haben sie sieben Tore in Dortmund bekommen und sechs heute, das liest sich natürlich nicht gut, aber ich denke, dass der Trainer nicht zur Debatte steht.“
    ... zum Sieg von Eintracht Frankfurt: „Der Wille war heute der Unterschied. Das kannten wir von den Frankfurtern aus der letzten Saison. Immer wenn es eng wurde, haben sie Wege gefunden, da herauszukommen. Bei den Hoffenheimern ist es mir im Moment zu wenig, was das Umschalten betrifft. Mit Ball wollen sie alle spielen, aber du musst natürlich auch die Wege nach hinten machen. Frankfurt ist vielleicht etwas glücklich als Sieger vom Platz gegangen, aber mit Sicherheit nicht unverdient.“
    ... zur Leistung von Torhüter Kevin Trapp: „In diesem Spiel hat er nichts Herausragendes gehalten. Aber ich glaube, was er der Mannschaft gibt nach dem Abgang von Hradecky, ist unheimliche Sicherheit, weil er eine Ausstrahlung hat. Das war ein genialer Schachzug von Fredi Bobic und den Verantwortlichen, ihn aus Paris zu holen.“
    ... zur Leistung von Hoffenheim: „In den entscheidenden Aktionen hinten und vorne fehlt ihnen die letzte Entschlossenheit und in der Rückwärtsbewegung sind sie einfach zu langsam. Nach einfachen Ballverlusten werden sie ausgekontert und dann sind sie nicht in der Lage, die individuellen Fehler im Kollektiv auszumerzen. Sie spielen nicht schlecht, aber im Moment sterben sie in Schönheit. Sie spielen ordentlich, aber holen keine Punkte.“

    Für Rückfragen:

    
O-Ton-Service Sky/ms


    eMail: Sky-Sport-PR@sky.de


    Mehr Informationen unter www.sky.de