• Kovac spürt weiterhin die Rückendeckung vom Verein: „Davon gehe ich aus“
  • Gladbach-Kapitän Stindl trifft bei Comeback: „Ich habe mich natürlich gefreut, dass ich endlich wieder ran durfte“
  • Salihamidzic zum Hoeneß-Zitat: „Da haben die Medien natürlich ein bisschen zu viel draus gemacht“
  • Sky Experte Matthäus: „Bayern München möchte ich die nächsten zwei Wochen jetzt nicht persönlich erleben“


    Unterföhring, 6. Oktober 2018 -
    Die wichtigsten Stimmen zum bwin Topspiel des 7. Spieltages der Fußball-Bundesliga zwischen dem FC Bayern München und Borussia Mönchengladbach (0:3) bei Sky.


    Niko Kovac (Trainer FC Bayern München) …
    … auf die Frage, ob er noch die Rückendeckung vom Verein hinter sich hat:
    „Davon gehe ich aus. Ich habe ja die Zustimmung bei den ersten sieben Spielen gehabt, jetzt nach den vier Spielen gehe ich auch davon aus, aber ich bin nicht derjenige, der letzten Endes diese Frage beantworten kann.“
    ... zur Situation nach vier Spielen ohne Sieg: „Jetzt werden wir das erstmal aufarbeiten. Leider sind ab morgen schon wieder alle weg. Das heißt, wir haben nicht genügend Spieler, um das alles durch Training aufzuarbeiten. Wir müssen hoffen, dass diejenigen, die bei der Nationalmannschaft sind, einfach mal einen freien Kopf bekommen, mal auf andere Gedanken kommen. Das kann auch helfen. Wenn wir dann wieder alle zusammen sind, müssen wir zusehen, dass wir wieder so auftreten, wie wir uns das alle vorstellen.“
    ... zum Spiel:„Wir haben heute zehn Minuten ordentlich angefangen und dann bringt uns wieder ein Tor aus dem Rhythmus beziehungsweise auch das zweite Tor. Wir machen im Moment zu viele, also wirklich zu viele individuelle Fehler, die bestraft werden. Was dann eine gewisse Verunsicherung in die Mannschaft bringt. Das ist so im Sport. Mal hat man gute Zeiten, mal hat man schlechte. Wenn man eben keine erfolgreichen Spiele hat, fängt man eher an nachzudenken, dann wird man verunsichert. So ergibt das eine das andere. Unterm Strich kommt dann dieses Ergebnis raus. Letzten Endes: Drei Schüsse, drei Gegentreffer.“
    … zur Hoeneß-Aussage, der Trainer müsse den Kopf hinhalten (vor dem Spiel): „Wir haben telefoniert. Das war eine Feststellung. Das war keine Kritik. Klar, wenn Uli Hoeneß etwas sagt, wird es potenziert in den Medien. Nur, wir haben ja auch rotiert, als wir sieben Spiele gewonnen haben. Das ist mir einfach zu banal, zu einfach. Letztendlich haben wir 20 tolle Spieler und sie werden lachen, die anderen Vereine wechseln auch durch, nur da interessiert es keinen.“
    … zur Rotation (vor dem Spiel): „Jeder Spieler möchte spielen und man muss ja auch rotieren, die Jungs sind dann auch müde. Wenn man müde ist, läuft man in Verletzungen rein. Wenn sie ein Auto haben, das 15 Jahre alt ist, haben sie eher einen Schaden, als bei einem Auto, das erst ein Jahr alt ist. Deswegen muss man eben rotieren.“
    … zum Bruch im Bayern-Spiel (vor dem Spiel): „Vielleicht haben wir aber auch gedacht, es geht von alleine. Vielleicht lief es zu gut, wenn es zu gut läuft, sind wir alle nur Menschen. Dann wird man ein bisschen selbstgefälliger, bequemer in Anführungsstrichen. Das darf man sich in der Bundesliga nicht leisten.“
    … zu Jerome Boateng (vor dem Spiel): „Er hat heute Nacht unseren Arzt kontaktiert. Er ist krank, hat eine fiebrige Erkältung. Dann mussten wir ihn natürlich zu Hause lassen und dafür ist ein U23-Spieler dabei.“


    Dieter Hecking (Trainer Borssia Mönchengladbach) ...
    ... zum Spiel:
    „Es war eine sehr, sehr gute geschlossene Mannschaftsleistung. Wir haben wahnsinnig gut verteidigt. Wir haben keine großen Chancen zugelassen. Das haben wir richtig gut gemacht. Dann wollten wir natürlich in unserem Umschaltspiel die Bayern erwischen, wenn die Räume gegeben sind. Das ist natürlich wunderbar aufgegangen, wenn du dann aus den ersten beiden Angriffen deine beiden Tore machst zum 2:0. Das spielt uns natürlich in die Karten.“
    ... auf die Frage, wann er beschlossen habe, Torschütze Alassane Plea auf der linken Seite spielen zu lassen: „Im Laufe der Woche. Ich habe mich nochmal hingesetzt und überlegt, was könnte wichtig sein. Ich wollte Überzahl im Mittelfeld haben, da ist Lars Stindl natürlich prädestiniert für. Ich wollte aber auch Thorgan Hazard und Plea in der vordersten Linie haben. Mit Plea haben wir da auch noch einen sehr ballsicheren Spieler. In München brauchen wir natürlich möglichst viel Ballbesitz, so viel hatten wir trotzdem nicht. Das ist nicht ganz aufgegangen, aber bei den beiden Toren ist es natürlich wunderbar aufgegangen.“
    … auf die Frage, ob die Mannschaft am Wochenende noch zum Oktoberfest gehen wird: „Nein, wir werden jetzt ganz normal zurückfliegen. Ich auch, ich gehöre ja auch zur Mannschaft.“
    ... zu (vor dem Spiel): „Es ist für mich so, dass Lars Stindl, unser Kapitän, für mich wieder so weit ist, dass er 60 Minuten spielen kann. Dann gehört er für mich in die Mannschaft, gerade bei so einem Spiel wie hier in München tut er uns mit seiner Ballsicherheit gut.“

    Manuel Neuer (Kapitän FC Bayern München) ...
    ... zum Spiel:
    „Schwer zu sagen. Wir haben, glaube ich, ganz gut angefangen. Wir kriegen aus dem nichts das 1:0 und kommen vorne nicht durch, bekommen keine klaren Tormöglichkeiten. Dann kassierst du das zweite Tor und rennst wieder hinterher. Du hast ja direkt wieder einen mitbekommen, nachdem wir uns aufraffen wollten. Man merkt bei allen Spielern, dass jeder will und jeder motiviert ist. Aber wenn du dann dieses zweite Tor kassierst, ist das ein Schlag ins Gesicht. Wir sind alles Menschen. Dann spielt es sich nicht leichter. Heute kamen wir nicht dazu, die großen Möglichkeiten herauszuspielen. Das ist natürlich nicht Bayern München. Das ist zu wenig.“
    ... zu den Gegentoren: „Da nehmen wir uns alle in die Pflicht. Natürlich hängen da ein paar Spieler mit drin. Da gibt es das nicht, dass wir jemanden runtermachen. Wir haben einen hohen Anspruch an uns und wissen, was wir da falsch gemacht haben.“
    … auf die Frage, ob die Mannschaft noch an das glaubt, was Kovac ihr sagt: „Ja, klar.“


    Lars Stindl (Kapitän und Torschütze Borussia Mönchengladbach) …
    ... zum Sieg gegen die Bayern:
    „Es ist eine schöne Momentaufnahme jetzt vor der Länderspielpause, aber wir wissen das alles schon insgesamt richtig einzuschätzen.“
    ... zum Spiel und seinem Tor: „Wir wollten im Mittelfeld Überzahl schaffen, dass ich vorne die Bälle festmache. Damit wir auch ein bisschen Ballbesitz haben. Das ist sehr wichtig hier in München. Darüber hinaus haben wir auch gute Konter gesetzt. Wir haben uns vorgenommen, vorne zuzustellen. Jonas klaut den Ball und dann habe ich natürlich Glück, dass er rein geht.
    … zu seinem Comeback nach der Verletzung: „Der Trainer hat mich unter der Woche zur Seite genommen und gesagt, dass er sich vorstellen kann, dass ich Samstag von Beginn an auflaufe. Endgültig wusste ich es dann heute vormittag. Ich habe mich natürlich gefreut, dass ich endlich wieder ran durfte. Viele Leute waren mir da behilflich in den letzten Monaten und Wochen, haben mich da unterstützt auf dem schweren Weg wieder zurückzukommen. Das hat sich natürlich gelohnt heute. So ein Spiel als Mannschaft hinzulegen in München.
    … zu einem möglichen Besuch auf dem Oktoberfest: „Es besteht natürlich die Möglichkeit. Wir werden mal mit dem Trainer sprechen, vielleicht haben wir die Möglichkeit, um mal beim Oktoberfest vorbeizuschauen.“


    Hasan Salihamidzic (Sportdirektor FC Bayern München) ...
    ... zu den Aussagen von Uli Hoeneß (vor dem Spiel):
    „Da haben die Medien natürlich ein bisschen zu viel draus gemacht. Der Uli wollte sagen, dass der Trainer die Mannschaftsaufstellung macht. Dass er dafür verantwortlich ist. Was daraus gemacht wurde, ist natürlich ein bisschen zu viel. Für uns ist das intern kein Thema, weil ich weiß, wie er das meinte.“
    ... zu James, der nach dem Amsterdam-Spiel bereits zehn Minuten nach Abpfiff das Stadien verließ (vor dem Spiel): „Das muss man auch wieder verstehen. Natürlich habe ich mit ihm gesprochen. Das hat er auch verstanden. Ich habe auch verstanden, dass er enttäuscht ist, dass er gerne spielen möchte, sich als einer der Leistungsträger fühlt. Wenn er spielt, übernimmt er die Verantwortung.“


    Sky Experte Lothar Matthäus ...
    ... zum schwachen Spiel der Bayern:
    „Sie haben heute emotionslos gespielt. Sie haben nicht aggressiv gespielt. Sie sind nicht in die Zweikämpfe gekommen, haben keine Ideen nach vorne gehabt. Vorne war Lewandowski gar nicht auf dem Platz, andere Spieler in der ersten Halbzeit auch nicht. In der zweiten Halbzeit ist mal ein bisschen was über Außen gekommen, aber das ist nicht Bayern München. Bayern München möchte ich die nächsten zwei Wochen jetzt nicht persönlich erleben.“
    ... zu Niko Kovac: „Er muss jetzt wissen, auf wen er sich verlassen kann. Es wird weitergehen mit Niko Kovac. Er muss jetzt auch die Schlüsse aus diesen letzten vier Spielen ziehen, auf wen kann er sich verlassen. Heute hat er ganz sicher gesehen, dass er sich auf den einen oder anderen nicht verlassen kann.“


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