• Gladbachs Trainer Dieter Hecking: „Sie sollen einfach weiter frech spielen“
  • Eurosport Experte Sammer über Gladbacher Spiel: „Es ist eine klare Strategie erkennbar“
  • Freiburgs Christian Streich: „Ein gesunder Nils Petersen ist super wichtig“


    München, 26. Oktober 2018 –
    Sehr geehrte Medienpartner, anbei erhalten Sie eine Stimmensammlung aus dem Vorlauf zum Freitagabendspiel am 9. Spieltag der Fußball-Bundesliga zwischen dem SC Freiburg und Borussia Mönchengladbach im Eurosport Player.

    Eurosport Experte Matthias Sammer ...
    ... zum aktuellen Stand des deutschen Fußballs national und international:
    „Wir haben von Anfang an in dieser Bundesligasaison auch gemerkt, dass auch mit dem Ball mehr agiert wird. Insgesamt bin ich der Meinung, dass physische Gesichtspunkte im deutschen Fußball wieder eine bessere Rolle spielen. Da ist Power, Schnelligkeit und Spritzigkeit erkennbar. Da wird einfach auch besserer und logischerer Fußball gespielt und damit hast du natürlich auch mehr Qualität. Du agierst, du bist dominanter und das spiegelt sich dann auch international wieder. Nach drei Spieltagen kannst du schon nicht mehr von einer Eintagsfliege sprechen, sondern von einer positiven Tendenz, die noch Schwankungen unterworfen sein wird, da bin ich mir sicher. Wir haben es sehen können, dass die Bundesliga sich verbessert.“
    ... zum 4:0-Erfolg von Borussia Dortmund gegen Atletico Madrid: „Die Mannschaft ist jetzt dazu in der Lage, aufgrund einer wirklich sehr guten körperlichen Verfassung. Neben den taktischen Elementen, spielt die Freude und die Geschwindigkeit aktuell eine Rolle. Du hattest immer das Gefühl, dass sie in der Lage sind umzuschalten. Das Ergebnis ist sicherlich zu hoch, aber selbst wenn es 1:1 ausgegangen wäre, eine spanische Spitzenmannschaft erstmal wieder stabil bekämpft zu haben, ist ein Qualitätsmerkmal. Schalke hätte in Istanbul gewinnen können, Bayern hat die Aufgabe erfüllt, Hoffenheim steckt nie auf. Mit drei individuellen Fehlern ein Unentschieden zu erreichen ist eigentlich Wahnsinn. Dementsprechend ist das ein positiver Weg.“
    ...zum Gladbacher Spiel: „Es braucht nicht nur Speed, sondern auch intelligente Spieler, die die Räume erkennen und dementsprechend auch Pléa und Hazard einsetzen. Es ist völlig egal, wo du Pléa hinstellst. Er wird nicht an der Linie bleiben, das ist nicht sein Spiel. Die Art und Weise, wie die Gladbacher sich positionieren, ist von einer Flexibilität geprägt. Es ist eine klare Strategie erkennbar, dass sie Ballbesitz wollen, das gute Positionsspiel. Sehr, sehr gut.
    ...zu Gladbachs Florian Neuhaus: „Er ist schon auch wie eine Maschine. Er hat einen guten Pass, einen guten Abschluss. Das ist ein Rohdiamant.“
    ...zu Freiburgs Nils Petersen: „So ein Spieler trägt auch die Mannschaft, gibt ihr Vertrauen und Sicherheit und nimmt sie dann auch ein bisschen mit. Er ist wirklich ein Gesicht des Vereins. Er ist kein Lautsprecher, ein Sprinter ist er auch nicht und ein Filigraner ist er auch nicht. Aber er ist ein sehr, sehr guter, weil er etwas verkörpert. Er ist authentisch, laufstark, er reißt die Mannschaft mit. Er ist sehr intelligent, wie er die Mannschaft führt. Er ist Kapitän. Für eine Mannschaft wie den SC Freiburg ist er einfach Gold wert. Solche Leute müssen auch von uns mehr in den Mittelpunkt gestellt werden.“

    Christian Streich (Trainer SC Freiburg) gegenüber Eurosport ...
    ... zum Spiel:
    „Wir haben es ordentlich gemacht in den letzten zwei Spielen - gegen den Ball und mit dem Ball. Heute kommt aber natürlich ein Gegner, der eine herausragende Saison bisher spielt. Wir haben uns überlegt, ob wir mit der Dreierkette spielen. Aber dann gibt es Probleme in der Übergabe. Es ist besser, jetzt im 4-4-2 zu spielen, zumal wir das System auch sehr gut können.“
    ...zu Nils Petersen: „Ein gesunder Nils Petersen ist super wichtig. Als Spieler auf dem Platz und als Persönlichkeit auf dem Platz, weil er außergewöhnliche Fähigkeiten hat mit dem Ball und weil er eine hohe Disziplin gegen den Ball hat. Du findest nicht so viele Spieler, die die beiden Sachen verbinden.“
    ...zu Kapitän Mike Frantz, der freiwillig in der Regionalliga gegen Ulm spielte: „Das war seine eigene Idee, weil es sinnvoll war. Wenn ich ihn mit nach Berlin genommen hätte, hätte er sich auch gefreut, aber was bringt das, wenn er die letzten vier Wochen nicht trainiert hat. Der Mike ist schlau, er weiß, um was es geht, deshalb hat er 90 Minuten bei der zweiten Mannschaft gespielt und hat sich Körner geholt für das heutige Spiel. Jetzt kann ich ihn aufstellen, ohne irgendwelche Bedenken zu haben.“

    Dieter Hecking (Trainer Borussia Mönchengladbach) gegenüber Eurosport ...
    ...zu den Lobeshymnen:
    „Du kannst nicht alles von ihnen abhalten, die lesen auch Zeitung und kriegen die positiven Kritiken mit. Sie sollen einfach weiter frech spielen, drauf los spielen. Es wird irgendwann auch mal ein blaues Auge dafür geben, aber im Moment macht es natürlich riesig Spaß da zuzugucken.“
    ...zu Lars Stindl und den vielen Optionen im Kader: „Lars kommt aus einer langen Verletzungspause, aber wir sind am Anfang der Englischen Woche. Ich denke, heute ist es kein Problem, ihn von Anfang an wieder spielen zu lassen. Wir haben jetzt viele Spieler in einem engen Zeitraum, da wird der eine oder andere Spieler vorne auch mal eine Pause kriegen. Es ist so deutlich angenehmer, als wie es teilweise in der Rückrunde im letzten Jahr war.“
    ...zum Spiel: „Wir haben im Mittelfeld so viel Qualität. Da ist es mir auch lieb, wenn ich mal einen frischen Mann reinbringe, der darauf brennt, zu spielen. Zakaria im Auswärtsspiel mit seiner defensiven Qualität und seiner Laufstärke tut uns heute ganz gut. Wir werden, denke ich, sehr viel Ballbesitz haben. Wir müssen uns darauf einstellen, dass Freiburg uns hoch anläuft.“

    Max Eberl (Sportdirektor Borussia Mönchengladbach)
    ...zur Frage, was er zu den Lobeshymnen auf seine Mannschaft sagt:
    „Ich nehme es wahr. Das ist auch ein Stück weit Ausdruck unserer Leistungen, die wir erbracht haben. Aber so, wie ich mich in der negativen Zeit davon nicht habe anstecken lassen, werde ich jetzt nicht dem Wahnsinn verfallen und am 9. Spieltag von der Meisterschaft reden. Wir wollen jetzt Freiburg spielen, da haben wir in der Vergangenheit nicht ganz so gut ausgesehen, aber auch das versuchen wir auszublenden. Wir versuchen, unseren Lauf, unsere Qualitäten, die wir gerade haben, auf den Platz zu bringen. Wenn wir das schaffen, haben wir eine große Chance, hier zu gewinnen und dann wird man sehen, was im Dezember, April oder Mai sein wird.“
    ...zu Alassane Pleá: „Wir haben ihn schon als Nummer neun geplant, aber es gibt im Laufe einer Vorbereitung ja wieder neue Überlegungen und Ansätze. Alassane Plea ist kein klassischer Außenbahnspieler, der nicht nur am Flügel hängt, sondern er ist ja ein schlauer Spieler, der auch immer wieder im Rücken von Stindl auftaucht. Er hat das auch zwei Jahre bei Lucien Favre in Nizza gespielt, kennt diese Position. Balotelli war da im Zentrum, der war mehr Enfant terrible als Stindl. Beziehungsweise das ist gar kein Vergleich. Das passt momentan sehr gut. Deswegen ist die Aufstellung momentan so.“

    Jochen Saier (Sportvorstand SC Freiburg) gegenüber Eurosport ...
    ... zum Gegner Borussia Mönchengladbach:
    „Sie haben eine unglaubliche Qualität, auch in der Breite. Zakaria reinnehmen zu können, da verschlechtert man sich mit Sicherheit nicht. Die individuelle Qualität in der Breite ist schon sehr beeindruckend. Gerade in der Offensive sind sie unglaublich gut besetzt. Deswegen wird es eine große Aufgabe heute. In der Saison, gerade in der Phase, in der sie gerade auch sind, können sie einem auch schon richtig weh tun. Aber zu Hause, wenn wir die Energie auf den Platz kriegen, können wir auch unangenehm sein. Gerade zu Hause fühlen wir uns auch wohl. Von dem her kann es ein gutes Spiel werden.“
    ... zu Nils Petersen: „Er strahlt Gefahr aus. Wenn du als SC Freiburg Nils Petersen einwechseln kannst, tut das unglaublich gut, weil die Jungs auch sehen, dass sie sich an ihm hochziehen können. An seiner besonderen Haltung, an seinem Riecher für die Situationen, weil er einfach ein ganz tolles Raumgefühl hat. Er macht gar nicht viel kompliziertes. Seine Laufstärke ist natürlich extrem. Er ist oft der laufstärkste Spieler. So kam er nicht zu uns. Seine Rolle in der Mannschaft ist schon was besonderes.“


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