• VfB-Vorstand Reschke hat nur ein Ziel: „Es geht darum, die Klasse zu halten“
  • Stuttgart-Stürmer Gomez rätselt: „Wir kriegen im Moment die volle Breitseite“

  • TSG-Trainer Nagelsmann zum Platzverweis für Stuttgart nach acht Minuten: „Die Rote Karte hat mich kurzzeitig sogar geärgert“

  • Sky Experte Matthäus mit Blick auf Stuttgart: „Es gibt einiges zu tun"


    
Unterföhring, 27. Oktober 2018 -
    Die wichtigsten Stimmen zum Krombacher Topspiel des 9. Spieltages der Fußball-Bundesliga zwischen TSG 1899 Hoffenheim und VfB Stuttgart (4:0) bei Sky.

    Markus Weinzierl (Trainer VfB Stuttgart) ...
    ... zum Spiel:
    „Wir haben 82 Minuten in Unterzahl gespielt. Das ist natürlich brutal, da musst du dir als Schiedsrichter auch der Reichweite klar sein, dass du das Spiel entschieden hast. Ich hätte sie nicht gegeben, das hat uns brutal getroffen. Wir haben super begonnen und müssen durch Mario Gomez in Führung gehen. In solchen Situationen brauchst du auch das notwendige Glück. In der ersten Hälfte haben wir es gut gemacht.“
    ... zur Situation: „Ich wusste um die Schwierigkeit dieser Situation. Dass die Auftaktgegner mit Dortmund und Hoffenheim schwer sind, wussten wir. Dass man dann Probleme hat und nicht vor Selbstvertrauen strotzt, ist auch klar. Dem stellen wir uns. Wir müssen jetzt das Negative abstellen und die positiven Dinge über 90 Minuten spielen. Die Gegentore sind zu einfach und wir dürfen nicht nach dem ersten Gegentor das zweite und dritte direkt hinterher bekommen, das ist tödlich. Der Mannschaft fehlt ein Erfolgserlebnis, das Selbstverständnis und die Leichtigkeit.“
    ... zur Lage (vor dem Spiel): „Es ist eine schwierige Situation. Der VfB hat zu wenige Punkte, eine schwierige Phase mit einem schweren Programm und vielen verletzten Spielern. Und Spielern, die nicht vor Selbstvertrauen strotzen.“

    Michael Reschke (Vorstand Sport VfB Stuttgart) ...
    ... zum Spiel:
    „Wir haben gegen eine Mannschaft gespielt, die letztes Jahr Dritter in der Bundesliga war. Sie haben es sehr klug gemacht, Kompliment an Hoffenheim. Wir müssen jedes einzelne Tor und die Leistung in der zweiten Halbzeit analysieren. Da gibt es viele Punkte, die nicht gepasst haben. Aber auch Punkte, die positiv waren.“
    ... zur Lage: „Ich empfinde das als schwierige und bittere Situation. Für uns ist es wichtig, nach vorne zu blicken, nicht ratlos zu sein und an Lösungen zu denken. Für Markus und mich war es von Anfang an klar, dass das Auftaktprogramm brutal schwer ist. Ich bin total überzeugt davon, dass wir mit ihm den Weg zum Klassenerhalt finden werden. Er ist sehr fokussiert, hat eine klare Ansprache und einen sehr guten Umgang mit der Mannschaft. Da gibt es im Moment keinen Zweifel. Jetzt geht es nur darum, die Klasse zu halten. Dass ich mich als Hauptverantwortlicher im sportlichen Bereich nach so einer Bilanz hinterfragen muss, ist auch völlig klar. Die Hälfte der Neuzugänge fällt lange verletzungsbedingt aus, das ist ein Fakt.“

    Mario Gomez (Stürmer VfB Stuttgart) …
    ... zur Situation:
    „Im Moment ist der Fußball sehr brutal zu uns. Das Gute an der Sache ist, dass es das erste und nicht das letzte Drittel der Saison ist. Wir können und müssen darauf reagieren, Kleinigkeiten ändern. Ich hatte die letzten Jahre ähnliche Situationen und da war ich weitaus skeptischer, wie das enden soll. Wir haben eine funktionierende Mannschaft, es ist nichts vorgefallen, wir machen keine Ergebnisse. Das ist brutal, wir kriegen im Moment die volle Breitseite. Es ist ein ganz klares Zeichen von fehlendem Selbstbewusstsein und das kommt nur durch Ergebnisse. Fußball ist hart, das wissen wir alle.“
    ... zum Spiel: „In der Summe ist es brutal. Ich habe die Riesenchance und dann bekommst du zwei Minuten später die Rote Karte. Vor dem 2:0 haben wir noch einmal eine riesige Konterchance, die wir auch nicht sauber zu Ende spielen. Heute ist es so, wenn ich das erste Tor mache, ist es für Hoffenheim schwierig, mit ihrem Plan durchzukommen. Ich muss ihn einfach aufs Tor schießen, es tut mir wahnsinnig leid für die Mannschaft, sonst hätten wir das Spiel heute gewonnen. Wir dürfen nicht anfangen, uns zu bemitleiden.“

    Julian Nagelsmann (Trainer TSG 1899 Hoffenheim) ...
    ... zum Spiel:
    „Ich freue mich, dass wir zu Null gespielt haben. Natürlich hatten wir bei zwei Situationen Glück, beim Pfostenkopfball nach der Ecke und bei der ersten Chance von Mario Gomez. Die Rote Karte hat mich kurzzeitig sogar geärgert, weil unser Plan dann nicht mehr so gepasst hatte. Den mussten wir dann umstellen. In der zweiten Hälfte hatte der Gegner dann keine Chance mehr.“
    ... zum Pokal-Duell gegen Leipzig: „Mit der Leistung wie in der zweiten Halbzeit kann man in Leipzig weiterkommen.“
    ... zur Chancenverwertung (vor dem Spiel): „Es ist ein Problem, dass wir uns viele Chancen herausarbeiten und zu wenige nutzen. Der Fokus liegt darauf, zu Null zu spielen. Wir sind offensiv so stark, dass wir immer Tore schießen können. Wenn wir das schaffen, ist die Wahrscheinlichkeit um ein Vielfaches höher, zu gewinnen.“
    ... zu Nelson (vor dem Spiel): „Er hat keine einfache Zeit bei Arsenal gehabt und wurde jetzt mit Spielzeit belohnt. Ich hoffe, dass er seine Torquote ausbauen kann.“

    Kerem Demirbay (TSG 1899 Hoffenheim) …
    ... zum Spiel:
    „Unser Fokus sollte darauf liegen, dass wir in der Defensive besser stehen und weniger Gegentore bekommen. In der ersten Halbzeit waren wir ein bisschen schockiert, dass sie Rot gesehen haben und haben die Räume nicht so wirklich gefunden.“
    ... zur Champions League: „Ich gestalte jedes Spiel, um zu gewinnen. In der Champions League können wir noch Platz zwei erreichen. Wir sind gut und können weiterkommen. Wir haben alles selbst in der Hand.“

    Wolfgang Dietrich (Präsident VfB Stuttgart) ...
    ... zur aktuellen Situation (vor dem Spiel):
    „Wir haben einiges zu tun, aber nichts zu verlieren. Wir wollen auch aufgrund unserer eigenen Jugend wieder ins erste Drittel der Liga kommen. Wir stehen für eine junge Mannschaft.“
    ... zur Leistung beim BVB (vor dem Spiel): „Wir haben in der ersten Hälfte alle Tugenden vermissen lassen. Es ist offenbar eine tiefe Blockade da nach den schlechten Ergebnissen. Die Mannschaft ist nicht da, wo sie hin müsste.“
    ... zu Trainer Weinzierl (vor dem Spiel): „Weinzierl sucht eine Wohnung und macht einen Vierjahresmietvertrag. Wir wissen, wie ernst die Lage ist. Der Kader ist stark genug, dass wir sukzessive wieder dorthin kommen, wo wir hin wollen. Die Rahmenbedingungen dafür haben wir.“

    Sky Experte Lothar Matthäus ...
    ... zum Spiel:
    „In der ersten Hälfte hat mich der VfB überzeugt, auch mit einem Mann weniger haben sie hinten nichts zugelassen und vorne immer wieder Konter gesetzt. Nach dem ersten Tor haben sie wie gegen Dortmund die Zuordnung verloren. Es gibt einiges zu tun.“
    ... zur Situation in Hoffenheim (vor dem Spiel): „Es waren hergeschenkte Punkte, vor allem in der Champions League. Eigentlich müssten sie sieben Punkte auf dem Konto haben, nicht zwei. Auch in der Bundesliga hakt es mit der Punkte-Ausbeute. Sie spielen hervorragend, einen erfrischenden Offensivfußball.“
    ... zu Borussia Dortmund (vor dem Spiel): „Die Dortmunder spielen eine überragende Saison. Auch heute hätten sie das dritte Tor machen müssen, dann wäre der Sack zu gewesen. Aber so ist es in der Bundesliga, die richtig spannend da oben ist.“


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