• Horst Heldt: Unruhen im Umfeld „kein Alibi für unsere Leistung“
  • 96-Sportdirektor von Qualität der Mannschaft „nach wie vor absolut überzeugt“

    München, 09. November 2018 –
    Sehr geehrte Medienpartner, anbei erhalten Sie eine Stimmensammlung aus dem Vorlauf zum Freitagsspiel der Fußball-Bundesliga zwischen Hannover 96 und dem VfL Wolfsburg im Eurosport Player.

    Eurosport Experte Matthias Sammer ...
    … zum Spiel:
    „Hannover ist unter Druck. Sie haben bisher zu wenig Punkte geholt. In Ansätzen haben sie spielerisch immer mal wieder gute Sequenzen gehabt, aber nicht bis zum Ende durchgespielt. Sie belohnen sich aktuell nicht. Wolfsburg wirkt insgesamt ein bisschen stabiler. Von der Papierform sind die Wolfsburger einen Tick weiter. Wir haben den zehnten Spieltag, da kann man in der Analyse ein erstes Fazit ziehen. Wenn man mich fragt, ist die Tabellensituation irgendwo berechtigt.“
    … zur Verletzung von Niclas Füllkrug: „Füllkrug hat eine gute Entwicklung genommen. Wenn du einen hast, der Tore schießen und der Mannschaft eine gewisse Verlässlichkeit geben kann, dann ist auch die Orientierung besser. Wenn so einer wegfällt, tut das weh. Auf der anderen Seite haben im Zentrum zum Beispiel Bobby Wood oder Bebou, genau wie ein paar junge Spieler, die Möglichkeit, sich ins Rampenlicht zu spielen.“
    … über die Nichtnominierung von Jerome Boateng für die Länderspiele: „Ich weiß nicht, in welcher Situation und in welchem Zustand Jerome momentan ist. So wie es jetzt transportiert wurde, ist es aus meiner Sicht einfach richtig, dass der Trainer sich mit einem Spieler, der alles gewonnen hat, abspricht. Ich glaube, es ist auch mal richtig und wichtig, einen Schritt zurückzugehen und nicht überall dabei zu sein, um wieder zurückzukommen.“
    … zur den Nebenschauplätzen in Hannover: „So etwas ist nie hilfreich. Man kann das nie losgelöst voneinander betrachten. Man bekommt die Diskussionen mit. Es ist immer besser, wenn eine Mannschaft sich nur auf das eine konzentrieren und fokussieren kann. Es wäre schon besser, wenn sie ein paar Nebenkriegsschauplätze nicht hätten.“

    Horst Heldt (Sportdirektor Hannover 96) gegenüber Eurosport ...
    ... zur aktuellen Stimmung:
    „Der Job macht unabhängig von den Ergebnissen am Wochenende Spaß. Das ist natürlich keine einfache Situation. Wer im Fußball zu tun hat, kennt das: es geht nicht immer nur bergauf. Man muss sich der Situation stellen, wenn es mal nicht so geht. Das tun wir, wir versuchen überzeugend zu handeln. Wir lügen uns auch nicht in die Tasche. Deswegen ist es glaube ich so ruhig in unserem Umfeld. Es sind Kleinigkeiten, die es kompliziert machen, aber wenn wir es schaffen, die abzustellen - zum Beispiel die unnötigen Tore, die wir kassieren - dann haben wir auch unsere Möglichkeiten. Wir müssen das nur über 90 Minuten auf den Platz bringen.“
    ... zu den Nebenschauplätzen in Hannover: „In meiner Position beschäftigt man sich natürlich mit den Themen. Ich tausche mich da auch mit unserem Präsidenten aus. Die Themen begleiten uns, aber es wäre fatal und verfänglich, wenn wir das als Alibi nehmen würden für unsere Leistung. Das ganze Drumherum begleitet uns schon länger. Grundsätzlich wünschen wir uns alle, den Fokus mehr auf den Fußball legen zu können. Als Alibi in irgendeiner Form ist das nicht haltbar.“
    ... zur Frage, ob Hannover nichts mit dem Abstieg zu tun haben wird: „Wir haben in der Bundesliga mit am wenigsten investiert. Trotzdem waren wir vor der Festlegung der Spieltage überzeugt, dass wir eine Mannschaft auf die Beine stellen, die in der Lage ist, das zu wiederholen, was wir in der vergangenen Saison geschafft haben. Davon sind wir nach wie vor absolut überzeugt. Wenn man von den ersten acht Spielen sechs auswärts hat, dann ist das für Hannover 96 nicht so leicht.“
    ... über Niclas Füllkrug: „Er ist ein wesentlicher Bestandteil. Wir hatten die Möglichkeit, ihn abzugeben, haben uns aber alle dagegen entschieden. Er plagt sich mit dieser Verletzung schon seit einigen Monaten rum. Das hat sich jetzt so verschlechtert, dass ein Einsatz nicht möglich ist. Wir hoffen, dass die Zeit in der Länderspielpause reicht, dass er wieder zurückkommen kann.“

    André Breitenreiter (Trainer Hannover 96) gegenüber Eurosport ...
    ... über die aktuelle Situation:
    „Es ist in der Tat schwer, Worte dafür zu finden. Wir machen nicht alles schlecht, haben viele gute Ansätze und gestalten viele Spiele ausgeglichen, sind teilweise sogar dominant. Aber es fehlen Kleinigkeiten, das Detail. Klar gehören Fehler dazu, aber wir ermöglichen dem Gegner zu einfach Chancen. Wir haben nur zwei Möglichkeiten: aufgeben oder daran zu glauben, dass das, was uns stark gemacht hat, auch wieder zum Erfolg führen kann. Wir wollen mutig sein, wir werden unsere Linie nicht verlieren.“

    Marcel Schäfer (Sportdirektor VfL Wolfsburg) gegenüber Eurosport …
    ... zur Situation in Wolfsburg:
    „Wir haben vor der Saison gesagt, dass wir uns stabilisieren wollen. Nach zwei Jahren in der Relegation wäre alles andere auch vermessen. Wir haben bisher eine ordentliche Leistung gezeigt, haben hier und da aber nicht die Punkte eingefahren, die möglich gewesen wären. Wenn man sieht, wie die Mannschaft spielt, haben wir eine Entwicklung genommen. Deswegen sind wir aber nicht zufrieden, wir sind weiter ehrgeizig. Aber ich glaube, dass die Mannschaft auf einem guten Weg ist.“
    ... über Wout Weghorst: „Fußball, Arbeit und Leidenschaft. All diese Werte verkörpert er. Wir sind sehr froh, dass er unser Spieler ist. Wir werden noch sehr viel Freude mit ihm haben. Er ist ein Vorzeigeprofi. Er ist jemand, der sich immer durchgesetzt hat, auch wenn er unterschätzt wurde. Das schätzen wir sehr an ihm.“

    Bruno Labbadia (Trainer VfL Wolfsburg) gegenüber Eurosport ...
    ... über Wout Weghorst:
    „Er ist willig ohne Ende, will jeden Tag besser werden. Das zeichnet ihn extrem aus. Er hat immer wieder alle zwei Jahre einen Riesensprung gemacht. Wir wussten, dass wir Spieler brauchen, die mit uns wachsen wollen und eine super Mentalität mitbringen. Deswegen wollten wir ihn unbedingt haben.“
    … zum Spiel: „Hannover hat sehr viel gewechselt im Vergleich zum Pokalspiel. Wir müssen auf Konter aufpassen. Wir müssen sehr gut bei den zweiten Bällen sein und eine gewisse Ruhe im Ballbesitz haben.“

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    Eurosport Presse

    presse@discovery.com