Fort Worth/USA, 19. November 2018 - Nach seinem Sieg im Qualifying am Samstag schied der Deutsche Matthias Dolderer beim finalen Rennen der Red Bull Air Race Saison 2018 in Fort Worth, USA, im Erstrundenduell gegen den Spanier Juan Velarde mit insgesamt fünf Strafsekunden aus. "Wie gewonnen, so zerronnen. Ich hoffe, dass ich 2019 wieder ums Podium mitfliegen kann", so der Weltmeister von 2016. Den Sieg auf dem Texas Motor Speedway und damit auch erstmals den WM-Titel sicherte sich Martin Sonka aus der Tschechischen Republik, der in einem packenden Finale den Australier Matt Hall sowohl im Rennen als auch in der Gesamtwertung auf Rang zwei verwies. Für Hall ist es bereits die dritte Vize-Weltmeisterschaft in seiner Karriere.

Auch im letzten Rennen der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft 2018 auf dem Texas Motor Speedway konnte der deutsche Pilot Matthias Dolderer nicht den erhofften Erfolg einfliegen. Im Duell gegen den Spanier Juan Velarde in der ersten K.-o.-Runde des Renntages, der Round of 14, kassierte der 48-jährige Tannheimer insgesamt fünf Strafsekunden - drei für einen Pylonentreffer und zwei für ein zu niedriges Fliegen durch ein Gate - und schied damit frühzeitig aus.

Dolderers Saisonfazit: "Konnte Speed aus der Qualifikation nicht in den Renntag übertragen"

"Es hätte ein guter Tag werden können. Ich bin nach dem Sieg im Qualifying mit viel Selbstvertrauen ins Rennen gegangen. Aber wie sagt man so schön: Wie gewonnen, so zerronnen. Natürlich ist das enttäuschend. Es fing schon vorher an, die Einspritzdüse war blockiert und der Zylinder hat nicht genügend Benzin bekommen. Das hat mich durcheinander gebracht", so Dolderer, dessen Saisonfazit lautete: "Qualifying-Weltmeister, aber das Gesamtergebnis lässt sehr zu wünschen übrig, weil ich es nicht geschafft habe, den Speed aus der Qualifikation in den Renntag zu übertragen. Jetzt ist der Fokus zu 100 Prozent auf 2019 gerichtet. Ich hoffe, dass ich dann wieder ums Podium mitfliegen kann."

Den WM-Titel machten in Fort Worth drei Piloten unter sich aus: Sonka, Hall und Michael Goulian aus den USA, der das Ranking vor dem Finale noch angeführt hatte, jedoch bereits in der Round of 8 ausschied. Es kam zum Duell zwischen Hall und Sonka im Final 4. Hall flog nach Kirby Chambliss (USA) und Ben Murphy (Großbritannien) als Dritter in die Strecke, verdrängte Chambliss in 53,100 Sekunden von der Spitzenposition und setzte den Tschechen, der im vergangenen Jahr den Titel in allerletzter Sekunde aus der Hand gegeben hatte, unter Druck. Doch Sonka blieb cool und machte in 52,796 Sekunden nicht nur seinen vierten Saisonsieg perfekt, sondern sicherte sich auch erstmals in seiner Karriere den WM-Titel. "Ich könnte nicht glücklicher sein", so der neue Weltmeister.

Dolderer gewinnt DHL Fastest Lap Trophy 2018

Seine guten Qualifying-Ergebnisse in diesem Jahr bescherten Dolderer die DHL Fastest Lap Trophy der Saison 2018. "Es ist zwar nur Qualifying, aber ich liebe es immer, zu gewinnen. Für das Team und mich ist diese Trophäe sehr wichtig." Diese Wertung wurde 2016 eingeführt und steht für die Geschwindigkeit beim Red Bull Air Race. Bei jedem WM-Rennen wird der Pilot mit der schnellsten Runde im Qualifying mit dem DHL Fastest Lap Award ausgezeichnet. Beim Finale erhält dann der Pilot mit den meisten Awards die DHL Fastest Lap Trophy. Dolderer hatte die DHL Fastest Lap Trophy bereits 2016 gewonnen.

Deutscher Pilot Florian Bergér verpasst Titel-Hattrick im Challenger Cup knapp

0,052 Sekunden fehlten dem Deutschen Florian Bergér (Ingolstadt) zum Titel-Hattrick in der zweiten Wettbewerbskategorie des Red Bull Air Race, der Challenger Class. Der zweimalige Champion musste dem Polen Luke Czepiela in Fort Worth nicht nur den Rennsieg, sondern auch den Titel 2018 überlassen. Bergér hätte mit seinem dritten Saisonsieg in Folge Geschichte schreiben können, gelang dies zuvor doch noch keinem Piloten im Challenger Cup.

Ergebnisse Rennen Fort Worth: 1. Martin Sonka (CZE), 2. Matt Hall (AUS), 3. Kirby Chambliss (USA), 4. Ben Murphy (GBR), 5. Yoshihide Muroya (JPN), 6. Mika Brageot (FRA), 7. Juan Velarde (ESP), 8. Michael Goulian (USA), 9. Nicolas Ivanoff (FRA), 10. François Le Vot (FRA), 11. Pete McLeod (CAN), 12. Petr Kopfstein (CZE), 13. Matthias Dolderer (GER), 14. Cristian Bolton (CHI)

WM-Ranking (Endstand): 1. Martin Sonka (CZE) 80, 2. Matt Hall (AUS) 75, 3. Michael Goulian (USA) 73, 4. Mika Brageot (FRA) 41, 5. Yoshihide Muroya (JPN) 40, 6. Kirby Chambliss (USA) 34, 7. Ben Murphy (GBR) 29, 8. Pete McLeod (CAN) 27, 9. Juan Velarde (ESP) 24, 10. Nicolas Ivanoff (FRA) 22, 11. François Le Vot (FRA) 22, 12. Matthias Dolderer (GER) 17, 13. Petr Kopfstein (CZE) 16, 14. Cristian Bolton (CHI) 12

Aktuelle Neuigkeiten und Informationen, unter anderem zu den Tickets gibt es unter: www.redbullairrace.com.

RED BULL AIR RACE KALENDER 2018
02./03. Februar: Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate
20.-22. April: Cannes, Frankreich
26./27. Mai: Chiba, Japan
23./24. Juni: Budapest, Ungarn
25./26. August: Kazan, Russland
15./16. September: Wiener Neustadt, Österreich
06./07. Oktober: Indianapolis, USA
17./18. November: Fort Worth, USA

ÜBER DAS RED BULL AIR RACE:
Gegründet 2003 blickt die Red Bull Air Race Weltmeisterschaft bereits auf mehr als 80 Rennen zurück. In der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft treffen die weltbesten Piloten in einem Motorsportwettkampf der Extraklasse aufeinander, in der Geschwindigkeit, Präzision und Geschick über Sieg und Niederlage entscheiden. Die Piloten navigieren ihre äußerst leichten und extrem manövrierfähigen Rennflugzeuge mit einer Geschwindigkeit von bis zu 370 km/h und Fliehkräften von bis zu 12G nur wenige Meter über dem Boden durch einen Parcours, der aus 25 m hohen aufgeblasenen Pylonen besteht. Seit 2014 im Programm ist der Challenger Cup. Dieser ermöglicht aufstrebenden Talenten nicht nur den Einstieg in die Rennserie, sondern auch die Chance, in die Master Class aufzusteigen, in der es um den WM-Titel geht.

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