• Köllner angefressen: „Einige Entscheidungen sind diskussionswürdig“
  • Sonderlob von Tedesco für Skrzybski: „Der Junge verdient und erarbeitet es sich“
  • Hoeneß: „Über die Meisterschaft zu reden wäre überheblich“
  • Sky Experte Matthäus: „Seit Kovac da ist bringen die Bayern nicht mehr die Leistung“


    Unterföhring, 24. November 2018-
    Die wichtigsten Stimmen zum Krombacher Topspiel des 12. Spieltages der Fußball-Bundesliga zwischen Schalke 04 und dem 1. FC Nürnberg (5:2) bei Sky.


    Domenico Tedesco (Trainer FC Schalke) ...
    ... zum Spiel:
    „In der Offensive war das schon gut – von beiden Teams. Auch die Nürnberger hatten gewisse Lösungen, deshalb hatten sie auch zahlreiche Chancen. Im Defensivspiel war bei beiden Teams Luft nach oben, da hat man schon sehr viel zugelassen. In der ersten Halbzeit haben wir keinen Zugriff bekommen, Nürnberg konnte viele Konter spielen, da hätte es zur Halbzeit auch anders stehen können.“

    ... über Sebastian Rudy: „Die Zweikampfquote ist immer eine Sache. Er musste viele Zweikämpfe führen, auch viele schwierige mit langen Bällen und zweiten Bällen, da ist es nicht immer ganz einfach. Aber es war auf jeden Fall ein Schritt nach vorne.“

    ... über Steven Skrzybski: „Definitiv ein Sonderlob für ihn und auch für Guido Burgstaller. Beide Stürmer haben es heute sehr gut gemacht. Wir wollten, dass die Jungs vorn oft angespielt werden. Das ist uns gelungen. Wir haben sie in viele Torraumszenen gebracht. Das ist wichtig für einen Stürmer. Für den Jungen freut es mich sehr, weil er es sich verdient und erarbeitet.“


    Michael Köllner (Trainer 1. FC Nürnberg) ...
    ... zum Spiel:
    „Es war ein schwieriges Spiel. Einige Entscheidungen sind sicherlich diskussionswürdig. Das erste Foul von Robert Bauer ist meiner Meinung nach vorher ein Freistoß für uns, weil er geschubst wird. Auch bei dem zweiten Foul, da pfeift der Schiedsrichter taktisches Foul. Da wurde für mich nicht mit korrektem Maße gemessen. Das sind Dinge, die entscheiden auch ein Spiel. Nichtsdestotrotz haben wir uns sehr, sehr viele Torchancen rausgespielt, haben über weite Phasen ein richtig gutes Spiel gemacht. Das kann man zwar bei 2:5 kaum glauben.“


    Steven Skrzybski (Doppeltorschütze Schalke 04) …
    ... zum Spiel:
    „Es macht mich sehr stolz, dass wir heute vor allem als Mannschaft, mehrere Tore gemacht haben. Es wurde immer gesagt, wir schießen zu wenig Tore. Die Kritik ist auch berechtigt, aber dann tut es einfach gut, wenn man mehr als ein oder zwei Tore macht. Der Trainer hat gesagt, wir sollen von Anfang an vorne drauf gehen und dann die Abschlüsse suchen. Das haben wir ganz gut umgesetzt und uns auch selbst belohnt.“

    ... über seine Heimpremiere auf Schalke: „Ich habe lange auf diesen Moment gewartet. Ich durfte schon davor zwei Spiele machen, zu Hause durfte ich noch nicht ran. Deshalb hat es mich umso mehr gefreut und wollte dem Trainer dann auch in der Form danken, dass ich alles reinhaue.“


    Georg Margreitter (1. FC Nürnberg): „Es tut weh, fünf Tore zu bekommen, vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass wir eigentlich immer wieder gut im Spiel waren und nah rangekommen sind. In unseren Hochphasen ist dann immer etwas Entscheidendes passiert, sei es ein Gegentor oder die Rote Karte. Heute schmerzt es besonders, weil wirklich etwas drin gewesen wäre.“


    Hanno Behrens (Kapitän 1. FC Nürnberg): „Insgesamt war es eine gute Leistung, wir waren dran, haben aber leider die Tore nicht gemacht. Wir haben uns trotzdem immer wieder zurückgekämpft, die Moral war da. Es hat trotzdem leider nicht gereicht. Wir müssen dranbleiben und an uns glauben.“


    Andreas Bornemann (Vorstand Sport 1. FC Nürnberg, in der Halbzeitpause) ...
    … zur ersten Halbzeit:
    „Wir haben vor dem 0:1 selbst ein, zwei Möglichkeiten, um in Führung zu gehen, bekommen aber gefühlt fast im Gegenzug das Tor. Fünf Minuten später liegst du 2:0 zurück und weißt eigentlich gar nicht, warum.“

    … über den verletzt ausgewechselten Christian Mathenia: „Er ist untersucht worden, es deutet auf eine Meniskus-Verletzung hin. Wie schwer wird morgen abgeklärt.“


    Uli Hoeneß (Präsident FC Bayern München) ...
    ... zum Negativlauf der Münchner:
    „Nach dem dritten Tor war ich völlig down. Ich habe gedacht, die Welt geht unter. Man hat das Gefühl, dass die Mannschaft total verunsichert ist. Man hat ja immer auf der Tribüne das Gefühl, selbst bei einer klaren Führung, dass man bei jedem Angriff gefährdet ist, ein Gegentor zu bekommen, weil dilettantische Fehler passieren. Wenn ich an das erste Tor denke, sowas hab ich bisher eigentlich nur in Slapstick-Filmen gesehen. Wir werden sicherlich die nächsten Tage nutzen, um herauszufinden, was da los ist, dass wir sehr schlechten und uninspirierten Fußball spielen – vor allem Fußball ohne Selbstvertrauen.“

    ... zur Frage, ob Kovac gescheitert ist: „Das kann ich jetzt im Moment nicht sagen. Wir müssen beim FC Bayern jetzt alles hinterfragen, warum das so ist, warum wir so spielen wie wir spielen. Wir können nicht sagen, dass es schon werden wird. Das ist nie die Position des FC Bayern gewesen. Am Dienstag in der Champions League wird Niko Kovac unser Trainer sein. Wir haben uns vorgenommen, in aller Ruhe darüber zu schlafen und müssen uns übers Wochenende alle Gedanken machen, wie wir aus dieser Situation herauskommen. Dann müssen wir uns zusammensetzen, denn das, was heute passiert ist, ist absolut nicht akzeptabel.“

    ... zur deutschen Meisterschaft: „Im Moment über die deutsche Meisterschaft zu reden wäre überheblich. Die Dortmunder haben jetzt gerade das Glück, das wir nicht haben. Die schießen kurz vor Schluss das 2:1 und wir kriegen es zum wiederholten Male in der allerletzten Minute. Da muss man sich schon fragen, warum bei uns im Moment fast jeder Angriff ein Tor bedeutet. Das hat aber auch mit den Spielern zu tun, denn das war hanebüchen, was da passiert ist.“


    Sky Experte Lothar Matthäus ...
    ... zum Spiel:
    „Es hat nach Fußball ausgesehen. Gegen eine dezimierte Nürnberger Mannschaft hat Schalke dann eiskalt zugeschlagen. Kompliment an das Offensivspiel beider Mannschaften.“

    ... über das Unentschieden von Bayern München und die Aussagen von Uli Hoeneß: „Das bedeutet viel Unruhe beim FC Bayern, wenn Uli Hoeneß so viele klare und ehrliche Worte findet. Alles, was er erzählt hat, kann ich unterstreichen. Die Mannschaft spielt ohne Emotion, ist nicht konzentriert, gibt Führungen her, geht nicht in die Zweikämpfe. Es stimmt vieles nicht. Es qualmt schon die ganze Zeit, aber der Qualm wird immer mehr. Zurzeit passen Kovac und Bayern nicht zusammen. Bis zum jetzigen Zeitpunkt hat Bayern nicht mehr das gespielt, was man von ihnen erwartet hat. Die Spieler spielen nicht an ihrem Limit. Es stimmt irgendwo nicht mit der Mischung Mannschaft – Niko Kovac. Aber die Mannschaft ist auch selbst in der Pflicht, nicht immer nur der Trainer. Aber seitdem Niko Kovac da ist, bringen die Bayern nicht mehr die Leistung, die wir von ihnen in den vergangenen Jahren gewohnt waren.“





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