• Doppeltorschütze Müller moniert späte Gegentreffer: „Vielleicht fehlt da die hundertprozentige Schärfe“
  • Kovac nach 3:3: „Ich bin richtig, richtig sauer“
  • Frankfurt stürmt auf Platz zwei - Hütter: „Ich steige nicht auf die Euphoriebremse“
  • Sky Experte Metzelder: „Für Kovac wird die Luft langsam dünn“

    Unterföhring, 24. November 2018 -
    Die wichtigsten Stimmen im Vorlauf zu den Samstagnachmittagspartien des 12. Spieltages der Fußball-Bundesliga bei Sky.

    Niko Kovac (Trainer Bayern München) ...
    ... zum Spiel:
    „Ich bin nicht ein bisschen sauer. Ich bin richtig, richtig sauer. Ich bin total enttäuscht und verärgert über das was wir in 90 Minuten gemacht haben. Wir haben den Sieg eigentlich schon in der Hand und dann machen wir Konzentrationsfehler beziehungsweise individuelle Fehler, die in der Bundesliga bestraft werden. Wir haben vor dem Spiel besprochen, dass der Gegner auf Konter spielen wird, sie haben einen sehr schnellen Stürmer vorne. Da dürfen wir nicht auf Abseits spielen. Da müssen wir mitgehen und die Pässe verhindern. Wenn du das nicht tust, hast du die Probleme.“
    ... zur Reaktion auf das Unentschieden: „Wir haben in drei Tagen wieder ein Spiel. Wir müssen zusehen, dass wir am Dienstag den nötigen Punkt holen, den wir brauchen. Wir werden das intern besprechen, da können Sie sicher sein.“

    Manuel Neuer (Kapitän Bayern München) ...
    ... zum Spiel:
    „Da fehlen einem fast die Worte. Das darf uns nicht passieren. Wir sind bitter enttäuscht von uns selbst. Damit müssen wir jetzt leben, das haben wir uns selbst zuzuschreiben. Wir müssen uns immer hinterfragen, der Trainer hinterfragt natürlich auch alles. Er gibt auch sein Bestes.“

    Thomas Müller (Doppeltorschütze Bayern München) ...
    ... zum Spiel:
    „Natürlich sah es heute lange Zeit nicht nach einem Unentschieden aus. Aber wenn man drei Tore gegen Fortuna Düsseldorf zu Hause kassiert, müssen wir uns an die eigene Nase fassen. Ich bin selbst gerade noch ein bisschen perplex: schon wieder kurz vor Schluss ein Gegentor bekommen. Da wird es natürlich mit einer Aufholjagd schwierig.“
    ... über mittlerweile neun Punkte Rückstand auf Tabellenführer Dortmund: „Nach einem Last-Minute-3:3 brauchen wir nicht von der Meisterschaft sprechen. Wir wollten heute einen Sieg einfahren, drei Punkte machen, damit wir einen Schritt nach vorne kommen. Dass wir das nicht geschafft haben, hat jeder gesehen.“
    ... zu den Gründen für den Negativtrend: „Wir stecken scheinbar in einer Phase, in der dann auch alles bestraft wird. Man muss die Gründe aufarbeiten, aber ich kann nicht direkt nach dem Spiel messerscharfe Analysen abgeben. Wir haben genügend Expertenrunden in Deutschland, die werden das dann schon auf den Punkt bringen. Wir stehen selbst jetzt wieder da und wissen nicht, was los ist. Wir haben ein engagiertes Spiel gemacht, vielleicht fehlt da die hundertprozentige Schärfe in der ganzen Mannschaft. Vielleicht sind wir dann zu leichtsinnnig.“

    Friedhelm Funkel (Trainer Fortuna Düsseldorf) ...
    ... zum Spiel:
    „Wenn man bei Bayern einen Punkt holt, dann fühlt sich das wirklich wie ein Sieg an. Wir haben es über 90 Minuten taktisch sehr, sehr gut gemacht, immer wieder auf Konter gewartet. Deswegen hat Lukebakio heute allein in der Spitze gespielt. Über ihn wollten wir dann zum Torerfolg kommen, das ist hundertprozentig aufgegangen.“

    Michael Rensing (Torhüter Fortuna Düsseldorf) ...
    ... zum Spiel:
    „Für uns ist es gefühlt wie ein Sieg, nachdem man 1:3 zurückliegt, noch einen Punkt zu holen. Generell als Fortuna Düsseldorf in München einen Punkt zu holen, fühlt sich schon echt gut an. So kurz vor Schluss mit den 7000 mitgereisten Fans zu feiern, da gibt es nichts Schöneres.“

    Dodi Lukebakio (Dreifachtorschütze Fortuna Düsseldorf) ...
    ... zum Spiel:
    „Wir wussten, dass es ein sehr wichtiges und schwieriges Spiel werden würde. Jeder wusste, dass wir gegen das beste Team in Deutschland spielen. Wir wollten auf dem Platz alles geben und ich glaube, das haben wir getan. Ich bin sehr stolz auf dieses Team. So müssen wir weitermachen.“

    Lucien Favre (Trainer Borussia Dortund) ...
    ... zum Spiel:
    „Es läuft, es war nicht unverdient, aber sehr schwierig. Wir hätten schon zur Halbzeit führen sollen. Wir haben das Spiel total beherrscht in der ersten Halbzeit, aber leider kein Tor gemacht. Da hat Präzision und die richtige Bewegung gefehlt. Wir wollten hier gewinnen, das haben wir geschafft. Wir wussten, es ist nicht einfach.“
    ... zu den Meisterschaftsambitionen: „Wir schauen natürlich auf die Tabelle, aber wir machen Spiel für Spiel weiter. Es ist nicht nur Bayern. Andere Mannschaften spielen auch gut: Gladbach, Frankfurt, Hoffenheim und Leipzig.“

    Thomas Delaney (Borussia Dortmund) ...
    ... zur Frage, wer Herbstmeister wird:
    „Ich hoffe natürich, dass wir weiter ohne Niederlage bleiben - also wir. Wir sind früh in der Saison, für mich persönlich und auch für die Mannschaft ist der Vorsprung egal. Unsere Mentalität momentan ist, dass wir unser eigener Gegner sind. Wir schauen nicht so viel auf die Tabelle. Das funktioniert für uns, also warum sollten wir das ändern?“

    Stefan Bell (1. FSV Mainz 05): „Das Spiel war deutlich ausgeglichener als es viele erwartet haben. Wir hatten viele Torchancen und es fühlt sich jetzt beschissen an, hier ohne Punkte zu stehen.“

    Alexander Hack (1. FSV Mainz 05): „In der ersten Halbzeit hat Dortmund relativ gut gespielt, den Ball gut laufen lassen, auch in unserer Hälfte. Aber in der zweiten Halbzeit war das ebenbürtig, wir hatten sogar die klareren Chancen. Es ist natürlich bitter, das Spiel dann doch zu verlieren.“

    Diego Demme (RB Leipzig): „Uns hat heute dieser Spirit gefehlt, der uns in den vergangenen Wochen so stark gemacht hat. Das kompakte Verteidigen und die Spritzigkeit haben heute gefehlt. Ich weiß nicht, ob Wolfsburg es heute einfach gut gemacht hat oder ob wir nicht unseren besten Tag hatten.“

    Daniel Ginczek (VfL Wolfsburg): „Ich habe 65 Minuten gespielt und konnte der Mannschaft helfen. Wir haben gewonnen, von daher ist es ein guter Tag und das freut mich natürlich.“

    Julian Nagelsmann (Trainer TSG 1899 Hoffenheim) ...
    ... zum Spiel:
    „Das Unentschieden ist verdient, deshalb müssen wir damit leben.“
    ... zur Frage, was das Spiel für ihn war: „Zwei sehr schlecht verteidigende Mannschaften. Sie kennen mich, ich will gewinnen, das habe ich nicht, deshalb rede ich nicht so viel. “

    Fabian Lustenberger (Hertha BSC): „Das Unentschieden geht in Ordnung. Es hätte auch ein 5:5 werden können, aber letztendlich nehmen wir den Punkt mit. Er gibt uns Selbstvertrauen, weil wir die Art und Weise heute sehr, sehr gut war.“

    Manuel Baum (Trainer FC Augsburg): „In der Box fehlt uns die Überzeugung, die richtigen Entscheidungen zu treffen, damit du die Tore machst. Dann fallen dir natürlich solche Spiele einfacher. Wir versauen es wieder einmal selbst.“

    Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt): „Die Momente genießen wir einfach. Das haben wir uns hart erarbeitet. Ich steige sicherlich nicht auf die Euphoriebremse, sondern ich lasse die Jungs laufen, wenn sie taktisch diszipliniert sind.“

    Sky Experte Christoph Metzelder …
    ... über Niko Kovac:
    „Er ist sauer und ich gehe davon aus, dass er auch Konsequenzen zieht, weil die Luft für ihn langsam dünn wird. Er muss jetzt als Trainer klare, auch personelle Entscheidungen treffen. Denn mit der Art und Weise wie heute verteidigt wurde, kann er nicht zufrieden sein.“
    ... zum Negativtrend der Münchner: „Nach zwölf Spieltagen nur 23 Tore – das ist ein brutal schlechter Wert für den FC Bayern. Gleichzeitig 17 Gegentore, das ist sonst gefühlt eine ganze Saisonausbeute in München. Wenn man sich die Gegentore anschaut: keine vernünftige Restverteidigung, keine vernünftige Absicherung gegen Verlegenheitsbälle von Düsseldorf hinter die Kette. Auf der anderen Seite in der Offensive, die Chancenverwertung, genau dasselbe Thema.“

    Sky Experte Reiner Calmund ...
    ... zum Münchner Unentschieden und Dreifachtorschütze Dodi Lukebakio:
    „Das ist ein Blattschuss. Er ist ein sehr, sehr gutes Talent, dynamisch, schnell. Aber nach dem ersten Tor musst du das erkennen und dich darauf einstellen. Das ist ganz klar zu kritisieren.“
    ... über Borussia Dortmund: „Es läuft bei Favre alles sehr konzentriert. Ich würde ja als Verantwortlicher bei Dortmund das Gleiche sagen. Aber neun Punkte Vorsprung und die Art wie sie Fußball spielen, das ist ein bisschen der Meisterschaftszug.“



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