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Sorge um verletzten Ginter: „Es sah nicht gut aus“

  • Breitenreiter bedient: „Bekommen viel zu leichte Gegentore“

  • Kruse hadert: „Haben uns leider erst in der letzten Minute belohnt“

  • Sky Experte Hamann lobt Gladbach: „Haben wirklich eine Chance, Meister zu werden“

    Unterföhring, 25. November 2018 -
    Die wichtigsten Stimmen zu den Sonntagsspielen des 12. Spieltages der Fußball-Bundesliga, SC Freiburg vs. SV Werder Bremen (1:1) sowie Borussia Mönchengladbach vs. Hannover 96 (4:1) bei Sky.

    Max Kruse (Kapitän SV Werder Bremen) ...
    ... zum Spiel:
    „Ich glaube, wir haben sehr gut ins Spiel gefunden. Wir haben es aber nicht geschafft, über weite Strecken des Spiels unsere Tore zu machen. Dann bekommen wir den bitteren Elfmeter kurz vor der Halbzeit. Wir haben über 90 Minuten ein gutes Spiel gemacht, aber haben uns leider erst in der letzten Minute belohnt.“

    ... zur Frage, ob Bremen die Lockerheit fehlt: „Uns fehlt eigentlich nicht die Lockerheit. Wir machen die Tore nicht, aber wir spielen guten Fußball. In Freiburg ist es nicht ganz so einfach, zu bestehen. Heute hatten wir die Möglichkeiten, das Spiel zu gewinnen. Deswegen ärgern wir uns, aber lassen uns nicht unterkriegen.“

    ... zur Frage, wie wichtig es ist, dass der Negativtrend gestoppt wurde: „Es ist immer wichtig, Punkte zu machen. Wir haben jetzt 18 Punkte, wir sind drei Punkte hinter Bayern. Natürlich wollten wir die letzten drei Spiele nicht verlieren, aber so etwas passiert in der Saison. Man muss versuchen, die Negativtrends zu stoppen. Heute haben wir einen Punkt geholt und nächste Woche gegen Bayern wollen wir das Spiel gewinnen.“

    Christian Günter (SC Freiburg) ...
    ... zum Spiel:
    „Der Ärger ist sehr groß. Wir haben ein richtig gutes Spiel gemacht, haben uns Chancen herausgearbeitet. Bitter, dass wir am Ende noch das 1:1 bekommen.“

    ... zur Frage, ob der Schiedsrichter die Ecke noch hätte ausführen lassen müssen: „Er hat zu mir gesagt, dass es die letzte Aktion ist. Deswegen hat er es an sich richtig gemacht, aber für uns ist es natürlich bitter, weil ein Eckball kann natürlich noch spielentscheidend sein.“

    ... zur Chancenauswertung: „Im Prinzip laufen wir viermal alleine auf den Torwart zu. Da müssen wir ein Tor machen und dann ist das Spiel gegessen.“


    Dieter Hecking (Trainer Borussia Mönchengladbach) ...
    ... zum Spiel:
    „Wir sind sehr froh, dass wir gewinnen konnten und damit unsere gute Heimbilanz weiter aufpoliert haben. Es war ein Spiel, wo man natürlich ungern nach 20 Sekunden in Rückstand gerät, aber was mich beeindruckt, ist, wie die Mannschaft sofort den Faden aufgenommen hat. Das macht man nicht so oft, das haben sie wirklich klasse gemacht. Am Ende war es ein verdienter Sieg für uns.“

    ... zur Frage, ob er seine entspannte Einstellung auf die Mannschaft überträgt: „Kann ich nur schwer beantworten. Ich glaube schon, dass ich aus einem großen Erfahrungsschatz schöpfen kann, trotzdem ist jedes Spiel eine besondere Herausforderung. Es macht momentan richtig Spaß, aber wir haben noch ein sehr anspruchsvolles Programm bis Weihnachten. Wir wollten eine gute Saison spielen, wir wollten wieder attraktiven Fußball spielen, das ist uns bis jetzt hervorragend gelungen und die Belohnung ist Tabellenplatz zwei.“

    ... zur Frage, ob Mönchengladbach Meister werden kann: „Es ist so, wir wollen hervorragenden Fußball spielen. Wir sehen aber auch, dass die Bundesliga viele gute Mannschaften aktuell hat. Das macht die Bundesliga wieder spannend. Wir sind dabei, das freut uns. Alles weitere müssen wir beweisen.“

    ... zur Verletzung von Matthias Ginter: „Ich kann noch nichts sagen. Er ist im Krankenhaus, er wird jetzt untersucht. Es sah nicht gut aus. Ich hoffe, dass es nicht allzu schlimm ist. Aber wir müssen abwarten.“

    ... zur Frage, ob Max Eberl jetzt wieder ein Kandidat beim FC Bayern München werden könnte: „Also im Fußballgeschäft sollte man nie irgendetwas ausschließen. Max Eberl ist ein überragender Sportdirektor. Ich bin aber guter Dinge, dass die Zusammenarbeit von Max und mir noch über einen längeren Zeitraum bestehen wird.“


    Lars Stindl (Torschütze und Kapitän Borussia Mönchengladbach) ...
    ... zu seinem Tor:
    „Es war insgesamt ein tolles Tor. Es war butterweich serviert.“

    ... zum Spiel: „Natürlich war der Anfang nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Das müssen wir abstellen, denn das können wir nicht jedes Mal aufholen. Wir haben dann aber ganz ruhig weitergespielt und verdient gewonnen.“

    ... zur Frage, wer Meister wird: „Momentan sieht es nach Dortmund aus. Es ist noch eine ganz lange Saison. Natürlich sind wir sehr froh über den Moment, natürlich ist das harte Arbeit, was wir bisher geleistet haben, wir freuen uns über die Art und Weise, wie wir spielen und sind einfach glücklich, aktuell auf Platz zwei zu stehen.“

    ... zur Tabellensituation, dass der FC Bayern München fünf Punkte hinter Mönchengladbach steht: „Ein Novum, nicht ganz gewöhnlich für uns. Auch das freut uns, ist ein Nebeneffekt. Aber wir wollen uns weiter auf uns konzentrieren.“


    Christoph Kramer (Borussia Mönchengladbach) ...
    ... zur Frage, wie schlimm seine Verletzung ist (vor dem Spiel):
    „Mir wurde gesagt, man soll von Tag zu Tag sehen. Ich denke, dass ich Mitte nächster Woche wieder einsteigen kann und dann sollte es auch relativ schnell gehen.“

    ... zur Frage, ob er Opfer des Systems ist (vor dem Spiel): „Weiß ich nicht. Es ist eine sehr ungewohnte Situation und eine nicht so zufriedenstellende Situation für mich bisher. Aber darum geht es im Allgemeinen nicht. Ich sehe immer das Positive und wenn man es positiv ausdrücken möchte, ist es sicherlich auch mal gut, für die Entwicklung von mir als Sportler und als Mensch auch so eine Phase in der Karriere zu durchleben. Aber allgemein muss man sagen, geht es nicht um mich, sondern darum, dass wir wunderbaren Fußball spielen und zu Recht auf Platz zwei stehen. Dann kann ich auch eher damit leben, wenn ich mal nicht spiele.“

    ... zur Frage, warum Mönchengladbach aktuell so stark ist (vor dem Spiel): „Ich glaube, dass das Trainerteam sehr gut und viel analysiert hat, ein bisschen an der Grundformation gefeilt hat. Ich finde, dass wir uns momentan enorm gut auf jeden Gegner vorbereiten. Dann sieht man, dass wir gute Lösungen finden, natürlich keine Verletzten haben, wie in der letzten Saison. Dann haben wir viele Spieler, wie gerade Hazard und Plea, die in einer überragenden Form sind, die aus nichts Tore machen und alle diese positiven Faktoren führen zu Platz zwei.“


    André Breitenreiter (Trainer Hannover 96) ...
    ... zum Spiel:
    „Wir haben gesehen, wie stark die Gladbacher momentan sind. Sie sprühen vor Spielfreude, sie sind leichtfüßig unterwegs, sie haben sich auch durch einen guten Start von uns nicht aufhalten lassen. Letztendlich aber, und das verfolgt uns schon in vielen Auswärtsspielen, bekommen wir viel zu leichte Gegentore. Mindestens drei Gegentore hätten wir verhindern können oder sogar müssen.“

    ... zur Auswärtsschwäche: „Klar, gehören auch Auswärtspunkte dazu, um das Ziel zu erreichen. Wir hatten schon Spiele, wo wir kurz davor waren, Punkte mitzunehmen. Aber es fehlt der letzte Punch. Wir lassen den Gegner zu leichten Toren kommen und das verfolgt uns. Wir trainieren das intensiv, aber in den Spielen können wir es momentan nicht abstellen. Dann ist es schwer, immer wieder gegenanzuarbeiten.“

    ... zur Frage, wie er die aktuelle Situation im Kampf um den Klassenerhalt einschätzt: „Wir haben viel Qualität verloren, wir haben Potenzial dazugewonnen. Aber wir haben schon entscheidende Spieler verloren und das hat man deutlich gemerkt. Es geht einzig und allein darum, den Klassenerhalt zu schaffen. Wir hoffen, dass in den nächsten Wochen der eine oder andere Spieler zurückkehrt, damit wir noch etwas mehr Stabilität und Qualität auf dem Platz haben.“

    ... zum Ausfall von Walace und Ihlas Bebou (vor dem Spiel): „Es ist natürlich schon ärgerlich. Es sind zwei Top-Spieler, die in den letzten Wochen und Monaten konstant gute Leistungen gebracht haben.“


    Sky Experte Dietmar Hamann ...
    ... zu den Beschwerden der Freiburger nach dem Abpfiff:
    „Der Unmut war eher die Unzufriedenheit über das eigene Unvermögen. Wenn du so die Chancen verballerst, wie die Freiburger, dann brauchst du dich nicht wundern, wenn es am Ende auf der anderen Seite klingelt. Die Freiburger hätten das Spiel gewinnen müssen, sie hätten es verdient gehabt, zu gewinnen, haben sie aber nicht gemacht.“

    ... zur Leistung von Bremen: „Die Bremer haben es versucht, mit der Einwechslung von Osako wurden sie besser, aber letztendlich ist das Ergebnis doch schmeichelhaft, weil die Freiburger Riesenchancen hatten.“

    ... über Alassane Plea (vor dem Spiel): „Ein herausragender Spieler, vor dem Tor ist er unheimlich effizient. Er braucht also wenig Chancen, um die Tore zu machen. Mit beiden Füßen ist er treffsicher. Aber er ist auch ein mannschaftsdienlicher Spieler. Da sehe ich das ganze Paket, denn den Stürmer, der nur Tore macht, den gibt es heute kaum noch. Heute musst du nach hinten mitarbeiten. Wenn du einen Spieler hast, der den Ball halten kann, der mal hinter die Abwehrreihe kann, der schnell ist, der robust ist und das technische Vermögen hat, dann hast du ein Paket, das ihn zu einem Weltklasse-Spieler werden lassen kann. Er hat im Moment gute Erfolge, hat eine gute Mannschaft um sich herum, aber ich glaube, der Junge hat einen großen Weg vor sich. Wenn er die Beine auf dem Boden behält, gibt es von den Anlagen im europäischen Fußball wenig Bessere.“

    ... zur Frage, was in diesem Jahr für Mönchengladbach möglich ist: „Ich glaube, dass sie in dieser Saison wirklich eine Chance haben, Meister zu werden. Die Dortmunder marschieren gut vorneweg, aber die Gladbacher gefallen mir sehr gut. Sie haben eine gute erste Elf und haben nicht die Belastung durch einen europäischen Wettbewerb. Dazu haben sie einen guten Kader, wo du problemlos durchwechseln kannst. Für mich haben sie zudem die beste Zentrale. Ich glaube, mit Kramer, Zakaria und Strobl haben sie drei der besten Sechster der Liga.“


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