• Salihamidzic stärkt Kovac den Rücken: „Wir fahren Samstag mit Kovac nach Bremen“
  • Hoffenheim-Kapitän Vogt über Schiedsrichter: „Dem Schiedsrichter hat das Fingerspitzengefühl gefehlt, das in der Champions League benötigt wird“
  • Hoffenheims Trainer Nagelsmann enttäuscht: „In Unterzahl kannst du nicht besser spielen“
  • Sky Studiogast Stöger: „Ich freue mich besonders für Niko Kovac“

    Unterföhring, 27. November 2018 -
    Die wichtigsten Stimmen zu den Dienstagspartien des 5. Spieltages der Champions-League-Gruppenphase, u.a. FC Bayern München – Benfica Lissabon (5:1) und TSG 1899 Hoffenheim – FK Schachtjor Donezk (2:3), bei Sky.

    Niko Kovac (Trainer FC Bayern München) ...
    ... zum Spiel:
    „Wir haben endlich die Führung ausgebaut und über 90 Minuten sehr konzentriert agiert. Die Mannschaft hat sich endlich für den Aufwand belohnt, den sie betrieben hat. Anscheinend brauchen wir die großen Spiele, denn gegen Dortmund und in der Champions League agieren wir immer anders. Gegen die vermeintlich kleineren Gegner tun wir uns immer schwer.“
    ... ob das Spiel heute ein Zeichen war: „Das war ein Statement nicht nur für mich, sondern auch für die Mannschaft. Jetzt haben alle im Team gespürt, was sie können und ich hoffe, dass sie das auch so in Zukunft abrufen können. Es wird schwierig in Bremen, das wissen wir alle. Wir müssen das konservieren, was wir heute präsentiert haben.“
    ... über die aktuellen Probleme (vor dem Spiel): „Wir haben nach der Begegnung gegen Düsseldorf nur zwei Trainingseinheiten absolviert, aber wir mussten dieses Spiel sehr deutlich ansprechen. Ich bin kein Freund davon, diese Probleme in der Öffentlichkeit zu behandeln. Das ist ein Thema, das in der Kabine besprochen wird und dort wurde es natürlich auch behandelt. Um den heißen Brei herumzureden, bringt es nicht. Fehler sind Bestandteil des Fußballs. Die Spieler setzen meine Vorgaben um, allerdings nicht über die vollen 90 Minuten. Wir müssen alle gemeinsam versuchen, die Spiele über die vollen Runden zu bekommen. Im Moment läuft zwar vieles gegen uns, allerdings bin ich mir sicher, dass es sich in naher Zukunft wieder wenden wird.“
    ... über seine Trainer Position (vor dem Spiel): „Ich denke über eine mögliche Freistellung absolut nicht nach. Ich denke nur daran, was wir abliefern müssen. Wir werden im Pokal überwintern und wollen auch in der Champions League weiterkommen. Wo wir etwas hinterher hängen, ist in der Bundesliga und da hoffen wir, dass wir das auch in Zukunft wieder managen.“

    Arjen Robben (Torschütze FC Bayern München) ...
    ... zum Spiel:
    „Wir haben sehr gut gespielt, gute Angriffe gehabt und nur eine Chance zugelassen, die zum Gegentreffer führte. Meine Treffer waren nicht für mich wichtig, sondern für die gesamte Mannschaft. Natürlich ist es schön, Tore zu erzielen. Für uns war es aber wichtig, nach der bitteren Enttäuschung von Samstag ein Zeichen zu setzen. Wenn man am Boden ist, dann muss man wieder aufstehen. Große Mannschaften und große Spieler stehen wieder auf, wenn es schwierig wird. Das hatten wir uns heute vorgenommen.“
    ... zu Niko Kovac: „Dass der Trainer Kritik bekommt und über ihn diskutiert wird, ist in der Situation normal. Wir gewinnen zusammen und verlieren zusammen. Ich habe mich heute für ihn gefreut, denn das hat er sich verdient. Er gehört einfach zu uns.“

    Hasan Salihamidzic (Sportdirektor FC Bayern München) ...
    ... zum Spiel und Niko Kovac:
    „Wir haben es oft nicht geschafft, eine solche konzentrierte Leistung über 90 Minuten zu halten. Aber heute ist es uns richtig gut gelungen und darauf lässt sich aufbauen. Mich freut es, dass die Mannschaft endlich die Verantwortung übernommen und wie Bayern München gespielt hat. Aber auch für den Trainer und für den Club. Wir fahren mit Kovac als Trainer nach Bremen und werden gewinnen.“
    ... ob es Kontakt zu Arsene Wenger gab: „Zu Arsene Wenger gab es zu hundert Prozent keinen Kontakt.“
    ...warum er sich in den vergangenen Tagen nicht zu Wort gemeldet hat: „Am Samstag hat der Präsident gesprochen. Wenn ich etwas zu sagen habe, werde ich auch etwas sagen. Dann spreche ich das aus, was ich denke. Ansonsten arbeite ich eher im Hintergrund und habe alle Hände voll zu tun.“

    Julian Nagelsmann (Trainer TSG 1899 Hoffenheim) ...
    ... zum Spiel:
    „In Unterzahl kannst du nicht besser Fußball spielen als wir. Am Ende bekommen wir dann noch das dritte Tor, das war sehr bitter. Ich bin mit den Schiedsrichtern in der Champions League allgemein nicht zufrieden und das war ich heute auch nicht.“
    ... zur eigenen Defensivschwäche (vor dem Spiel): „Natürlich muss man die Abwehr auf die vielen Gegentore ansprechen. Da geht es viel über Videobilder und persönliche Gespräche. Wir müssen aber auch den Fokus auf unser Angriffsspiel legen, denn beides ist enorm wichtig. Wir haben bisher eine gute Saison gespielt, auch wenn die vielen Abwehr-Aktionen die ganze Sache ein wenig trüben.“

    Kevin Vogt (Kapitän TSG 1899 Hoffenheim) ...
    ... zum Spiel:
    „Ich glaube, dass der Schiedsrichter heute nicht das Fingerspitzengefühl an den Tag gelegt, das für die Champions League erforderlich gewesen wäre.“

    Oliver Baumann (Torhüter TSG 1899 Hoffenheim) ...
    ... zum Spiel:
    „Ich bin sehr stolz auf unsere Mannschaft und wie wir in Unterzahl zurückgekommen sind - und das in der Champions League. Das war heute einfach sehr bitter für uns.“

    Sky Studiogast Peter Stöger …
    ...zum Spiel des FC Bayern:
    „In Bezug auf Körperspannung und Beharrlichkeit, ein zweites und drittes Tor nachzulegen, war das heute anders als in den vergangenen Spielen. Heute haben wir gesehen, was ich die letzten Jahre in Wahrheit an den Bayern so bewundert habe: dass sie so viel Erfolg haben und dennoch giftig sind. Ich freue mich besonders für Niko Kovac, weil es eine super Geschichte ist, vor allem nach so einem Ergebnis.“
    ... zum Spiel der TSG Hoffenheim: „Leider ist das Spiel nicht so gelaufen, wie Julian Nagelsmann es sich gewünscht hat. Es hätte auch 4:4 ausgehen können. Alles in allem ist jedoch die Entwicklung von Hoffenheim außergewöhnlich gut.“
    ... zu den weiteren Aussichten des FC Bayern: „Ich glaube, dass sie es immer noch perfekt draufhaben. Ich habe Verständnis dafür, dass sie nicht in jeder Saison Jahr über die gesamte Zeit immer konsequent spielen können. Aber ich habe kein Verständnis dafür, dass ein Maulwurf alles nach außen trägt. Deshalb weiß ich auch nicht, wie kompakt die Geschichte um den FC Bayern ist. Wir werden sehen, was in dieser Saison noch möglich.“
    ... über die Situation um Niko Kovac und des FC Bayern (vor dem Spiel): „Ich glaube, dass es von außen schwieriger aussieht, als es intern wirklich ist. Sie wissen, dass sie ein Team haben, dass gut funktionieren kann. Deswegen glaube ich, dass man alles bis Weihnachten wieder hinbekommen kann - aber vielleicht liege ich da auch falsch. Am Anfang hatte man das Gefühl, dass sie mit großem Vorsprung Meister werden. Allerdings ist dann etwas vorgefallen, die Zusammenarbeit hat auf einmal nicht mehr gepasst und das ist durchaus bedenklich.“.
    ... über die Abwehrschwäche von Hoffenheim (vor dem Spiel): „Es ist schwierig, Gegentore zu vermeiden, wenn du so offensiv wie Hoffenheim spielst. Aber wer das perfekt hinbekommt, wird am Ende Meister. Das ist das schwierige im Fußball, diesen Ausgleich zu schaffen.“

    Sky Experte Lothar Matthäus …
    ...zum Spiel:
    „Heute haben die Bayern über 90 Minuten eine konzentrierte Leistung gebracht. Man hat einen Willen gesehen, der der Mannschaft gutgetan hat. Eine Leistung, die ich sehr lange nicht mehr vom FC Bayern gesehen habe und daher auch in der Höhe verdient.“
    ... über die Situation um Niko Kovac und des FC Bayern (vor dem Spiel): „Ich glaube, alles steht beim FC Bayern im Fokus - nicht nur der Trainer, sondern auch die Spieler. Aber wenn das Team nicht abliefert, dann ist der Trainer immer derjenige, der gehen muss. Ich weiß nicht, ob ihm nur ein Sieg helfen kann oder ob er eine Glanzleistung vollbringen muss. Bei Kroatien und Frankfurt hat er einen super Job erledigt. Allerdings fehlt bei Bayern München komischerweise die Verbindung zwischen der Mannschaft und dem Trainer. Sie werden bestimmt schon Kontakt zu anderen Trainern haben, denn die Bayern können nicht warten, bis der Ballon platzt und dann steht sofort jemand parat. Arsene Wenger kann ein ernster Kandidat für Bayern München sein, denn er spricht deutsch und ist ein Spitzen-Trainer. Der Kader der Bayern ist einfach zu klein, so dass die Stammspieler keinen Druck von der Bank haben. Sie müssen die Bank auffüllen mit U19- und U23-Spielern und das hat nicht nur Niko Kovac zu verantworten, sondern auch die Personen, die den Kader vor der Saison zusammengestellt haben.“
    ... über die Abwehrschwäche von Hoffenheim (vor dem Spiel): „Die Hoffenheimer machen viele eigene oder technische Fehler und daher kassieren sie viele Gegentore. Wenn sie diese Fehler vermieden hätten, wäre die TSG bereits qualifiziert.“

    Giovane Elber...
    ...zum aktuellen FC Bayern:
    „Der Druck des Trainers ist groß, aber alle hoffen, dass er beim FC Bayern bleibt. Ich kenne Niko Kovac. Er wird alles bis zur letzten Sekunde geben, um sich zu beweisen. Eine ähnliche Situation gab es schon damals in meiner Zeit, als Ottmar Hitzfeld unser Trainer war. Wir haben dann unter den Spielern miteinander geredet, die Probleme angesprochen und konnten das dann auch auf den Platz umsetzen. Am Ende war Hitzfeld dann lange unserer Trainer und wir sind schließlich Champions League Sieger geworden. Ich hoffe, dass das auch bei Niko Kovac der Fall sein wird.“

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